Albersloher Hobby-Malerin Michaela Krahn stellt Wunschbilder aus

Sendenhorst-Albersloh. Der Leopard hat seinen Bestimmungsort schon gefunden, auch wenn er noch einige Tage mit anderen Gemälden der Hobby-Malerin Michaela Krahn im Foyer der Sparkasse in Albersloh hängt.

Für die Ausstellung, die auch einige ihrer neuesten Arbeiten zeigt, hat mancher Abnehmer sein Bild noch einmal herausgegeben. Und Krahn hat die Lücken an den Wänden provisorisch ersetzt, mit anderen Werken, meist Blumen-Motiven. „Die passten zum Glück.“ Lücken an den Wänden möchte sie keinem zumuten.

Bevor sie malt, steht der Bestimmungsort fest – ob es eine Wohnzimmerwand ist oder eine Garage. Krahn malt nach Wunsch und schaut sich den Bestimmungsort an. Am Anfang war die Wand, könnte man sagen. Denn Krahn stimmt das Bild auf diesen Ort ab, auf seine Farben und auf den Lichteinfall im Zimmer: Kommt das Licht dort vom Fenster links, folgt dem auch der Schattenwurf der Oryx-Antilopen auf dem Bild. Dann kommt die Planung, denn „Bilder passen selten zufällig in ein Wohnzimmer“.

Sie malt, „worauf man gerne gucken möchte, was einen in eine andere Welt entführt.“ In der Ausstellung sind es die Themen Sahara, ferne Länder und eine Ritterrüstung. Nicht alles ist gemalt: Vor der Gischt einer sich am Strand brechenden Welle liegen echte Muscheln, aus Sevilla.

Ihre Anregungen und auch viele Proportionen holt sich die Hobby-Malerin von Fotos. Genau müssen die sein, etwa Details von Blumen zeigen. Ein Foto inspiriert ein Motiv, ein anderes liefert einen schönen Hintergrund, und gern hat sie beim Malen noch eine großes Foto mit der Farbwelt des Werks im Auge. Auch Hunde-Porträts malt sie oder einen Froschkönig im eigens „vergoldeten Rahmen“. Nicht alles entsteht auf den Leinwände, die sie aus Laken und Grundierung selbst herstellt und mit Rahmen versieht. Das kann auch eine Gartentür sein oder eine Garage. „Ich mache vor nichts halt.“ Ob klassisch rechteckig, Hochformat oder extreme Breite – die Ausmaße der Werke sind beachtlich. „Am liebsten tobe ich mich auf einer großen Leinwand aus“, bekennt sie.

Krahn malt zuhause. Ein kleines Zimmer, ein großes Fenster, und vor allem Ruhe. „Malerei ist Konzentration.“

Die Arbeiten der Albersloherin haben sich herumgesprochen. Am Malfestival Münster hat sie zweimal teilgenommen  und dort „aus dem Stand“ einen 19. Platz errungen. Unter 125 Teilnehmern. Die Ausstellung in Albersloh ist ihre vierte.

Bis zum 22. Mai hängen die acht Gemälde in der Sparkasse aus, begleitet von einer Dokumentation vieler weiterer Werke. Und ein Gästebuch lädt ein: „Ich wünsche mir mehr Resonanz, ich möchte wissen, wo ich stehe“, meint Krahn.

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