„Lkw-Durchgangsverkehr muss raus aus dem Albersloher Ortskern“ BfA unterstützt Bürgermeister Streffing gegenüber dem Land NRW

Zuletzt aktualisiert 27. September 2018 (zuerst 26. September 2018).

Albersloh. „Der Lkw-Durchgangsverkehr muss raus aus dem Albersloher Ortskern“, diese Forderung, die Bürgermeister Berthold Streffing (CDU) sinngemäß gegenüber NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) formuliert hat, findet die volle Unterstützung der BürgerInnen für Aktive Kommunalpolitik (BfA).
„Nun sollten wir dafür sorgen, dass sich alle Bürgerinnen und Bürger, alle Parteien und auch die Initiative Albersloh Verkehr(t) gemeinsam darum kümmern, das Problem des unerträglichen Lkw-Durchgangsverkehrs zeitnah zu lösen“, so der BfA-Fraktionsvorsitzende Hans Ulrich Menke in der jüngsten BfA-Sitzung.

Musterantrag für Bürger liegt bereit

Um einen ersten Schritt in diese Richtung zu gehen, hat Volker Dörken einen Musterantrag nach § 45 Straßen-Verkehrs-Ordnung (StVO) „gegen die unzumutbare verkehrsbedingte Lärmbeeinträchtigung im Albersloher Ortskern“ entworfen. Der Entwurf gilt vornehmlich für die Münsterstraße (ab Wersebrücke), Sendenhorster Straße, Kirchplatz, Bergstraße, Bahnhofstraße, Alverskirchener Straße und Wolbecker Straße.
Diese Anträge, so der Vorschlag der BfA, können dann an alle betroffenen AnwohnerInnen mit der Bitte weitergereicht werden, sie entsprechend auszufüllen und an das Straßenverkehrsamt in Warendorf zu schicken. Der kurz zusammengefasste Inhalt: Da sich die Anwohner durch den übermäßigen Verkehr und dem damit erzeugten Verkehrslärm, dem Feinstaub und den Abgasen erheblichen Störungen und Gesundheitsgefahren ausgesetzt sehen, fordern sie ein Durchfahrverbot für Lkw. Zudem könne zu der dringend erforderlichen Lärmminderung mit einer Geschwindigkeitsbeschränkung für den Gesamtverkehr auf 30 km/h wesentlich beigetragen werden.
Es sei aber auch denkbar, so die BfA, in jeder betroffenen Straße eine Patin oder einen Paten zu finden, die oder der sich um die Weiterleitung der vorformulierten Anträge kümmert. Ebenso könne eine Unterschriften-Aktion zu dem gewünschten Ergebnis beitragen.

Appell: „Position des Bürgermeisters gegenüber dem NRW-Verkehrsminister stärken“

„Wichtig aber ist“, so Volker Dörken, „dass alle an einem Strang ziehen und wir so die Position des Bürgermeisters gegenüber dem NRW-Verkehrsminister stärken.“ Denn eine Umfahrung von Albersloh sei – entgegen der Ministermeinung – für den Fernverkehr über die Autobahnen A1/A2, über die Bundesstraße B58/B63 sowie über die angekoppelten Landstraße L547/L586 mühelos möglich, ohne dass dabei eine andere Ortslage durchfahren und belastet werden müsste.
Problematisch bleibt allerdings die Nutzung der Dorfstraßen durch heimische Unternehmen. BfA-Mitglied Georg Schiffer: „Wenn sie aus dem Gewerbegebiet Buschkamp in Richtung Beckum oder zu den Autobahnen A1/A2 fahren wollen, müssen sie nach der bisherigen Gegebenheiten weiterhin durch das Dorf fahren.“
„Eine Lösung dieses Problems“, so der Vorschlag von Hans Ulrich Menke, „könnte der Bau eines Teilstücks der geplanten Umgehungsstraße von der Alverskirchener zur Sendenhorster Straße sein.“ Dagegen favorisiert Heinz Wenker von Albersloh Verkehr(t) weiterhin eine Verbindung vom Buschkamp und Haberkamp hin zur Sendenhorster Straße. Beide Lösungen würden Millionen Euro sparen sowie Natur und Landschaft schonen. Einigkeit besteht aber bei der Forderung nach Durchfahrverboten für Lkw.
Sollten diese Durchfahrverbote vom Kreis abgelehnt werden, haben sich schon jetzt einige Anlieger gefunden, die bereit sind, den Klageweg einzuschlagen. Volker Dörken: „Spätestens dann müssen vom Kreis, von StraßenNRW und vom Ministerium belastbare Zahlen vorgelegt werden, die die Gerichte prüfen können und müssen.“
Um die Gesamtproblematik und das weitere – hoffentlich gemeinsame – Vorgehen zu besprechen, wird der BfA-Fraktionsvorsitzende Hans Ulrich Menke Kontakt zu allen Parteien und Albersloh Verkehr(t) aufnehmen. Nach dieser Vorabstimmung soll möglichst zügig ein Gesprächstermin vereinbart werden, zu dem dann auch alle Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen sind. „Denn“, so Hans Ulrich Menke, „es wird allerhöchste Zeit, dass die immer unerträglicher werdende Verkehrssituation in Albersloh endlich ein Ende findet.“

Hans Ulrich Menke
B.f.A. Fraktionssprecher
Mühlenfurt 3
48324 Sendenhorst-Albersloh
Tel.: 02535-747

 

 

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