AK Flüchtlingshilfe-Südost will Prioritäten überdenken Statt Geschenken eine Spende - Arbeitskreis hilft weiter bei Sprachkursen

Münster-Wolbeck. Eine vierstellige Spende für Unterstützung für den Arbeitskreis Flüchtlingshilfe Südost gab es am Samstag; für dessen Koordinator, Diakon Ralf Bisselik, war es auch Anlass für eine Zwischenbilanz und einen Ausblick.
Einige Flüchtlingsunterkünfte in Münster sollen bald geschlossen werden. Von einer Schließung in Wolbeck und Angelmodde sei ihm nichts bekannt, so Bisselik. Auf dem Hof Buddenbäumer sei die Zahl der Bewohner von 60 auf 30 gesunken. Vielleicht würden die restlichen Bewohner auf andere Unterkünfte verteilt. Die Gesamtzahl sei von etwa 700 auf 500 in Südost gesunken.
Der Bedarf habe sich verändert, so Bisselik. Die Zeit der ersten Hilfe sei vorbei, es gehe jetzt noch mehr um Sprachunterricht. Auch um Nachhilfe in der Schule oder Unterstützung bei den Kosten für weiterführende Sprachkurse für Erwachsene auf  dem Weg in die Qualifikation für den Arbeitsmarkt. Dass könnten die Flüchtlinge nicht allein bezahlen, daher trage der Arbeitskreis dazu bei. Derzeit liefen von ehrenamtlicher Seite etwa 20 Sprachkurse. Ein wichtiges Arbeitsfeld sei die Hilfe bei der Wohnungssuche. Der Arbeitskreis werde sich bald treffen, um über die Schwerpunktsetzung zu beraten.
Die Spendenbereitschaft sei „ungebrochen“. Ob bei Beerdigungen oder Geburtstagen, es werde gern für diesen guten Zweck gesammelt. So war es auch bei Siegfried Brandenfels, der schon lange in Albersloh wohnt, aber 30 Jahre lang seine Arbeitsstätte in Wolbeck hatte: „Ich bin ja Wolbecker“. Statt Geschenken Spenden, so seine Bitte an die Gäste der zweitägigen Geburtstagsfeier zu seinem 80. mit vielen musizierenden Gästen aus Münster und Umgebung, Bremen, Frankreich, den Niederlanden und Polen. 1080 Euro kamen zusammen – „ich war erstaunt“, so der Jubilar.

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