ZiBoMo-Museum will mit Struktur der Platznot entgegensteuern

Münster-Wolbeck. Der Platz ist schon lange knapp im 2004 gegründeten ZiBoMo-Museum, nun muss umstrukturiert werden. Das war die Hauptbotschaft, die Reinhard Lübbecke an der Seite von Walter Laumann den Förderern des Museums mitteilte: „Es wird eng überall“. Etwa 35 der 67 Mitglieder saßen am Sonntagvormittag an vier Tischen in der Gaststätte Sültemeyer. Einer, der ehemalige Hippenmajor Wilbert Brodrecht, erhielt noch nachträglich seine Mitgliedsurkunde. Zwei Neuzugänge konnte Lübbecke verkünden: Klaus Kramer und Michael Meinel.

Für die neue Struktur gibt es seit April ein Team: Laumann und Lübbecke gehören dazu, auch Rainer Mertens, Torsten Laumann, Gustel Schröer und Wilbernd Jäger.

Lübbecke machte viele Sachzwänge und Probleme deutlich – vieles ist unter dem Dach des alten Hauses in der Neustraße, und vieles soll es auch bleiben. So hat die Karnevals-Gruppe die Alten Räuber dort einen imposanten Aufbau. Mit „Räuberhauptmann“ Rainer Schulz habe man bereits gesprochen, der habe sogar einen Abbau angeboten – aber die Sachen der Jugend, wie Lübbecke sich ausdrückt, wolle man gern behalten. Dann stimmt er in Lob auf die Jugend und die Nachwuchspolitik der ZiBoMo an. Andere Gesellschaften beneiden die Wolbecker darum, dass die ZiBoMo früh die Jugend hereingeholt hat – „sie bauen Wagen, machen Fußgruppen – es ist wichtig, das weiterzuführen“.

Im Keller gibt es noch einen Raum von etwa drei mal fünf Metern, „ohne Fenster, ohne Luft“ – „die Feuchtigkeit ist sehr kritisch“. Das Team will herausfinden, wofür er nützlich sein könnte. Erst einmal wird dort entrümpelt. Dann gibt es noch weiter oben eine Abstellkammer, auch ein Büro, die Kostüme der Tanzgruppen sind oben untergebracht – die Hüte und Schuhe etc. müssten im Trockenen bleiben, meint Lübbecke, und lobt die harte Arbeit der Tanzgruppen.

Von der Achatius-Bruderschaft gibt es dort eine Vitrine, auch den alten Oberststab. Einiges könne wohl nach oben. Ein Heimatmuseum, das hat Wolbeck nicht.

Man müsse sorgfältig entscheiden, was wichtig ist, betont Lübbecke im Gespräch mit Erika Sudmann. Kulis – die „sind alle weg“, auch die unterschriebenen Bierdeckel.

Es gibt immer mal wieder weitere Sammlerstücke. So hat Bernie Schenk Noten von Karnevalsliedern angeboten – „das nehmen wir natürlich“, sagt Lübbecke.

2014 ist Jubiläum für Museum und auch die ZiBoMo – dann wolle man fertig sein, kündigt Lübbecke an. Ganz sicher ist er sich dabei nicht, gibt er auf Nachfrage zu.

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