Zeugnistelefon: Wenn die Schule zum „Stressthema“ in der gesamten Familie wird

Zeugnistelefon: Wenn die Schule zum „Stressthema“ in der gesamten Familie wird
Zeugnistelefon: Marisa Kube

Städtische Schulpsychologie in Münster berät Eltern, Schülerinnen und Schüler bei Schulsorgen / Interview mit Leiterin Marisa Kube

Münster (SMS). Schlechte Noten, Schulwechsel, Konflikte im Schulalltag: Nicht alle Schülerinnen und Schüler in Münster gehen nach dem Ende dieses Schuljahres und der Zeugnisausgabe am 21. Juni sorgenfrei in die Sommerferien. Hilfestellungen bei Problemen bietet das Team der Schulpsychologischen Beratungsstelle der Stadt Münster am Zeugnistelefon. Das telefonische Angebot richtet sich sowohl an Schülerinnen und Schüler als auch deren Eltern und ist vom 19. bis 21. Juni jeweils von 8 bis 16 Uhr sowie am 22. und 23. Juni jeweils von 9 bis 12 Uhr unter 02 51/4 92-40 81 geschaltet.

“In den Beratungen zeigt sich, dass selten ein Thema alleine auftaucht. Schlechte Noten zum Beispiel bedeuten in den meisten Fällen Stress für die Kinder oder die Jugendlichen und in der Regel auch für die Eltern”, sagt Marisa Kube, Leiterin der Schulpsychologischen Beratungsstelle. “Das Thema Schule wird dann schnell zu einem ‚Stressthema‘ in der gesamten Familie.“ An diesem Punkt setzt die Arbeit der Schulpsychologischen Beratungsstelle an und entwickelt gemeinsam mit den Beteiligten Lösungsstrategien. 

Wie die Arbeit der Schulpsychologischen Beratungsstelle konkret aussieht und zu welchen Themen das Team Hilfe leistet, darüber spricht Leiterin Marisa Kube im Interview. 

Wer ruft beim Zeugnistelefon an: Eher besorgte Eltern oder doch die Schülerinnen und Schüler, die von den Noten des Zeugnisses enttäuscht sind?

Marisa Kube: Im Zeugnistelefon rufen hauptsächlich Eltern an, die sich entweder Sorgen um die Leistungen ihrer Kinder machen oder die Frage haben, wie sie auf schlechte Noten reagieren können. Sollten Sie streng sein oder Verständnis zeigen? Liegt es vielleicht an anderen schwierigen Rahmenbedingungen? Wie können sie ihr Kind unterstützen oder wie sollen sie mit einer Klassenwiederholung umgehen? Nach der Schilderung der Sorgen und der Wünsche für die Beratung wird gemeinsam erarbeitet, was für die Familie und das Kind hilfreich sein könnte. Ein zukunftsorientierter Blick mit dem Fokus auf die Gelingensbedingungen, also wie es für das nächste Schuljahr gut oder besser werden kann, ist ein zentraler Aspekt unserer Beratung. 

Mit welchen Themen werden Sie am häufigsten konfrontiert?

Kube: Unabhängig vom Zeugnistelefon stehen in unserer alltäglichen schulpsychologischen Beratung das Lern- und Leistungsverhalten als häufigstes Beratungsthema ganz vorn. Darauf folgen Themen wie die emotionale und soziale Entwicklung und psychische Auffälligkeiten. In den Beratungen zeigt sich, dass selten ein Thema alleine auftaucht. Schlechte Noten zum Beispiel bedeuten in den meisten Fällen Stress für die Kinder oder die Jugendlichen und in der Regel auch für die Eltern. Das Thema Schule wird dann schnell zu einem „Stressthema“ in der gesamten Familie.

Wie helfen Sie in diesen Fällen den Eltern oder Schülerinnen und Schülern?

Kube: Hier gilt es in Unterstützung mit der Beraterin oder dem Berater hinzuschauen und nach konstruktiven Veränderungsmöglichkeiten zu suchen. Wichtig ist dabei zu überlegen, wer wie viel Verantwortung übernehmen kann und sollte. Ganz deutlich wird in den Beratungsgesprächen, wie wichtig eine schöne Familienzeit ohne das Thema Schule ist. 

Welche Unterstützung können Sie darüber hinaus anbieten? 

Kube: Für viele Ratsuchende ist es bereits eine große Entlastung, ohne Angst vor Verurteilung von ihren Sorgen berichten zu können. In der Beratung geht es oft darum, diffuse Sorgen zu sortieren und in einem zweiten Schritt Veränderungsmöglichkeiten zu erarbeiten. Was genau für Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte und andere pädagogische Fachkräfte hilfreich ist, wird im Beratungsprozess gemeinsam entwickelt. 

Wie läuft so eine Beratung ab?

Kube: In einem ersten Gespräch schauen wir, was das Ziel der Beratung sein kann, welche Unterstützung dabei die Schulpsychologie bieten kann, welchen Beitrag aber auch jede einzelne Person leisten kann. Was wünscht sich beispielsweise die Schülerin oder der Schüler und was ist sie oder er bereit, dafür zu tun? Wie können Eltern unterstützen und was können die Lehrkräfte oder andere Unterstützungssysteme noch beitragen? Die Schulpsychologinnen und -psychologen bringen eine Außenperspektive und Fachwissen mit in den Beratungsprozess ein. Und wenn mehrere Personen dann manchmal nur Kleinigkeiten ändern, kann das häufig einiges bewegen. Dabei gibt es kein fixes Ablaufschema eines Beratungsprozesses, sondern die Art und Zusammenstellung der Beratungstermine wird individuell vereinbart.

Weitere Informationen zur Schulpsychologischen Beratung gibt es online unter www.schulpsychologie.muenster.de.


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