Wohnen in Münster im Jahr 2030: Hochschulwettbewerb zeichnet Entwürfe aus

Zuletzt aktualisiert 28. Februar 2016 (zuerst 6. November 2015).

Münster (SMS) Wie könnte urbanes Wohnen in Münster in Zukunft aussehen? Unter dem Titel „Münster 2030 Wohnort Stadt“ hatte die „msa | münster school of architecture“ (Leitung Prof. Kirsten Schemel und Prof. Joachim Schultz-Granberg) in Zusammenarbeit mit der Stadt Münster und der Westdeutschen Landesbausparkasse (LBS) einen bundesweiten Ideenwettbewerb für Studierende ausgelobt. Die Gewinner ermittelte eine Fachjury aus 21 Entwürfen. Vorsitzender der Jury war Prof. Ralf Pasel von der Technischen Universität Berlin, weitere Mitglieder: Klaus Dömer, Matthias Rottman, Stephanie Stratmann, von der Stadt Münster: Stadtdirektor Hartwig Schultheiß, Siegfried Thielen, Christan Schowe, Andreas Kurz.

Nach intensiven Beratungen entschieden sich die Experten für zwei Preisträger: die Projekte „Urban Cluster“ ( Fachhochschule Münster ) Projekte „Urban Cluster“ (Fachhochschule Münster) und „Kollektiv Gartenstraße“ (Fachhochschule Münster).

Projekt  „Urban Cluster“ (Fachhochschule Münster)

„Urban Cluster“ entwickelt für das Wohnen in Münster im Jahr 2030 „Stadtrandräume“ an der Von-Esmarch-Straße neu. Der Entwurf schlägt vor, das Gelände der ehemaligen Britensiedlung unter Berücksichtigung des historischen Baumbestandes in Form von inselartigen Clustern zu bebauen. Dabei gelingt es, an alle angrenzenden Stadtbereiche sinnvoll anzuschließen und viele wohnungsnahe Freizeitmöglichkeiten zu schaffen. Verschiedene Wohnangebote für Singles und Familien – vom Laubenganghaus an der Straße bis zum Stadthaus – bilden eine gemeinsame Mitte.

Projekt „Kollektiv Gartenstraße“ (Fachhochschule Münster)

Das Projekt „Kollektiv Gartenstraße“ (Fachhochschule Münster) befasst sich mit der städtebaulichen Verdichtung rund um das Gefängnis. Die kompakte Bebauung bietet eine große Bandbreite an Wohnformen mit unterschiedlich gestalteten Eingangsbereichen und Terrassen. Dies ermöglicht eine klare Abgrenzung von öffentlichen und privaten Räumen. Der Gefängnishof bleibt in diesem Projekt eher im Verborgenen wie ein geheimer Garten.

Wohnraum in bestehenden Stadtstrukturen

Aufgabe der Wettbewerbsteilnehmer war es, angesichts der Attraktivität der Stadt und der ungebrochen hohen Nachfrage nach Wohnraum Entwicklungsspielräume in bestehenden Stadtstrukturen bereitzustellen. Gefragt waren innovative Lösungen, die der demografischen Entwicklung mit ihren vielfältigen Familienstrukturen und neuen Lebensformen in der Stadt gerecht werden.

Innenstadt, Aaseestadt, zwischen Hautklinik und Coesfelder Kreuz

Zur Wahl standen drei exemplarische Bereiche mit ganz unterschiedlicher städtebaulicher Prägung: Der historisch gewachsene Innenstadtbereich zwischen Gartenstraße und Piusallee, der durch vielfältige Bebauungen geprägt ist (Gefängnisstandort, Bürostandorte, Wohngebäude vom Geschossbau bis zu villenartigen Einzelhäusern). Die Aaseestadt mit ihrer starken landschaftlichen Prägung und der heterogene Übergangsbereich zwischen der Hautklinik und dem Coesfelder Kreuz (Universitätsbauten und verschiedene Wohnstrukturen). Für jeden Bereich entschieden sich mehrere Teilnehmer, so dass für alle Gebiete Vergleichsentwürfe vorliegen.

Wettbewerbsarbeiten Wohnen in Münster im Jahr 2030 online

Die Wettbewerbsarbeiten, die einen wertvollen Ideenpool für Münsters Innenentwicklung bilden, werden demnächst in einer Ausstellung zu sehen sein. Im Internet sind sie bereits unter www.competitionline.com/de/ergebnisse/193715 zu finden.

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