Stadt Münster benötigt dringend weitere Unterkünfte

Münster (SMS) Münster befindet sich an der Grenze seiner Aufnahmekapazitäten für Flüchtlinge. Seit Mitte August sind pro Woche rund 130 Menschen angekommen.

Flüchtlings-Zuweisungen verdoppelt

Diese Zahl hat sich jetzt mehr als verdoppelt: Allein für die laufende Woche wurden der Stadt 287 Flüchtlinge zugewiesen und in der nächsten Woche dürften ähnlich viele Menschen ankommen. „Wie hoch die Zuweisungen künftig tatsächlich ausfallen, kann auch das Land nicht prognostizieren. Bleibt es auf diesem Niveau, führt kein Weg daran vorbei, vorübergehend auch Gebäude zu nutzen, die sich für größere Sammelunterkünfte eignen“, berichtet die Stadträtin Cornelia Wilkens.

Kapazitäten des Sozialamtes aufgebraucht

Um die Herausforderung zu bewältigen, tagen städtische Ämter und Hilfsorganisationen künftig regelmäßig im „Stab für außergewöhnliche Ereignisse“, um auf kürzestem Weg Entscheidungen zu treffen und umzusetzen.

Denn die Entwicklung hat alle Planungen überholt. Die Kapazitäten des Sozialamtes, die eigentlich mindestens bis Mitte November ausgereicht hätten, sind aufgebraucht und städtische Einrichtungen bereits überbelegt.

Unterkünfte: Finanzamt, Lützow-Kaserne, Oxford-Kaserne …

Nun gilt es zunächst die kommenden Wochen zu überbrücken. Ab Mitte bis Ende November stehen dann das ehemalige Finanzamt für 150 Flüchtlinge und zwei Gebäude in der Lützow-Kaserne für 200 Menschen zur Verfügung. Außerdem geht in der Oxford-Kaserne die Aufnahme des Landes für zirka 700 Flüchtlinge in Betrieb, die ebenfalls auf die Zuweisungen an die Stadt angerechnet wird.

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Ein Ergebnis im „Stab für außergewöhnliche Ereignisse“ vom Dienstag, 27. Oktober: Die Hilfsorganisationen können dem Sozialamt in einem weiteren Gebäude auf dem Gelände der York-Kaserne sofort 250 Plätze zur Verfügung stellen, die ursprünglich anderweitig genutzt werden sollten.

Reihe denkbarer Unterbringungs-Möglichkeiten

Der Stab hat vereinbart, parallel eine Reihe denkbarer Unterbringungsmöglichkeiten zu prüfen, Vor- und Nachteile abzuwägen und die Umsetzung in die Wege zu leiten. Sicher ist bereits, dass das ehemalige Hauptzollamt (100 Plätze) belegt wird, sobald eine sanitäre Mindestausstattung zur Verfügung steht. Außerdem beantragt die Stadt, auf dem Gelände der Lützow-Kaserne weitere Gebäude nutzen zu dürfen.

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