Neues Einzelhandelskonzept Münster muss gegenläufige Ansprüche ausbalancieren

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Zuletzt aktualisiert 31. März 2016 (zuerst 16. Mai 2007).

Münster.- Der Einzelhandel in Münster besitzt eine große Dynamik. Die Arkarden in der Innenstadt sind gerade eröffnet, die Bebauung der Stubengasse und das neue Hanseviertel rücken näher. Auf der Loddenheide und an der Steinfurter Straße stehen Investoren in den Startlöchern, die dort gern großflächige Verbrauchermärkte errichten möchten. Nur einige von vielen Veränderungen, die zeigen, wie wichtig ein übergreifendes Einzelhandelskonzept ist.

Als Auftakt für ein aktuelles Konzept laden das Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Verkehrsplanung und die münstersche Wirtschaftsförderung am Dienstag, 29. Mai, ab 19 Uhr zu einem öffentlichen Hearing ein.

Neues Einzelhandelskonzept für Münster muss gegenläufige Ansprüche ausbalancieren

„Leitlinien der räumlichen Entwicklung“ ist der Arbeitstitel für das neue Konzept. Aus Sicht der städtischen Planer müssen diese Leitlinien den Spagat schaffen zwischen Münsters Funktion als Oberzentrum für die Region und dem Anspruch vieler Bürgerinnen und Bürger, alle wichtigen Versorgungsfunktionen in ihrem Stadtteil auf kurzem Wege erreichen zu können.

Die Leitlinien sollen die Basis für eine aktive und leicht durchschaubare Einzelhandelspolitik legen sowie Entscheidungs- und Investitionssicherheit für die Wirtschaft schaffen.

Spannende Fragen zum Einzelhandel stehen im Mittelpunkt des Abends:

  • Wie schaffen wir es dauerhaft, die oberzentrale Versorgungsfunktion Münsters zu erhalten und auszubauen?
  • Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit die Einzelhandelszentralität der Gesamtstadt, der Innenstadt und der Stadtteilzentren gesichert wird?
  • Wie sichern wir die Identität der Innenstadt und der Stadtteile und damit verbunden ihre Einzelhandels- und Funktionsvielfalt?
  • Welche Strategien können zum Erhalt der kurzen Wege und zur Stärkung der Nahversorgungs-Struktur in Angriff genommen werden?
  • Wie schaffen wir in Münster Entscheidungs- und Investitionssicherheit für einzelhandelsstrukturell und städtebaulich erwünschte Einzelhandelsprojekte?

Für eine interessante Diskussion stehen Hartwig Schultheiß (Stadtdirektor der Stadt Münster), Dr. Thomas Robbers (Geschäftsführer Wirtschaftsförderung Münster GmbH), Karin Eksen (Geschäftsführerin Einzelhandelsverband Münsterland e.V.), Jens von Lengerke (Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen), Max Stroetmann (Geschäftsführender Gesellschafter L. Stroetmann Lebensmittel GmbH & Co.), Matthias Kniesel (Geschäftsführer Hüttmann Sport und Mode GmbH, Hiltrup), Tobias Viehoff  (Vertreter für den „runden Tisch der Innenstadtkaufleute“ und für die „Initiative für eine starke Innenstadt“), Stefan Krursel (Inhaber Der Schuhsalon), Erich Tilkorn (Abteilungsdirektor Regionalplanung, Wirtschaft, Verkehr, ländliche Entwicklung der Bezirksregierung Münster), Christian Schowe (Leiter des Amtes für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung der Stadt Münster) und Peter Berger (Mitglied der Geschäftsleitung Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung/GMA, Leiter Büro Köln)zur Verfügung.

Der zeitliche Rahmen der Veranstaltung ist auf maximal 2 ½ Stunden ausgerichtet. Im Anschluss sind Sie herzlich zu einem Austausch in lockerer Runde im Foyer eingeladen.

Hearing zur Zukunft des Einzelhandels am Dienstag

Beim Hearing im Stadthotel an der Aegidiistraße 29 kommt eine ganze Reihe prominenter Beteiligter und Betroffener zu Wort: Karin Eksen, Geschäftsführerin des Einzelhandelsverbandes Münsterland, ist ebenso auf dem Podium vertreten wie Max Stroetmann, geschäftsführender Gesellschafter der Firma L. Stroetmann Lebensmittel, Jens von Lengerke von der IHK Nord Westfalen und Stadtdirektor Hartwig Schultheiß. Zudem kommen Vertreter der Innenstadtkaufleute, aber auch der Geschäftsleute aus den Stadtteilen zu Wort.

Nach den fachlichen Stellungnahmen sind die Zuhörerinnen und Zuhörer eingeladen, sich an der moderierten Diskussion zu beteiligen. Wer Fragen zum Einzelhandelskonzept oder zu der Veranstaltung hat, kann sich im Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Verkehrsplanung an Reinhard Hopp wenden, Telefon 4 92-61 17.