Lewe vor Musik-Campus-Gipfel optimistisch

Rat der Stadt Münster vor Entscheid über Verwaltungs-Vorschlag

Münster (SMS) Oberbürgermeister Markus Lewe ist im Vorfeld des angekündigten Gipfel-Treffens zuversichtlich, die Politik vom Großprojekt „Musik-Campus“ zu überzeugen. Konkret soll es bei dem Gipfel um die Finanzierung gehen, um das Betreiberkonzept und das Raumprogramm für die Umgebung des Campus unter besonderer Berücksichtigung der damit verbundenen Verkehrsströme. „Münster hat die historische Chance auf ein herausragendes und überregional bedeutsames Kulturprojekt. Das Konzept der Stadtverwaltung dafür ist durchdacht und gut. Ich glaube nicht, dass der Rat der Stadt Münster dieses Projekt wirklich verhindern will“, so Lewe.

Am Dienstag, 3. Mai, kommen die Spitzen der Fraktionen, der Westfälischen Wilhelms-Universität und der Stadt Münster im Rathaus zusammen, um erneut über das Projekt zu beraten. Die Stadtverwaltung plant den Musik-Campus in Kooperation mit der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) und dem Land NRW als kulturelles Leuchtturm-Projekt. Bis 2030 soll auf einem Gelände an der Hittorfstraße ein Ort der Kultur von überregionaler Bedeutung entstehen – offen für alle.

„Heimat“ für Westfälische Schule für Musik und Musikhochschule, Ort für Sinfonieorchester und freie Musikakteure Münsters

Die Westfälische Schule für Musik und die Musikhochschule sollen auf dem Campus ihre neue Heimat finden, das Sinfonieorchester dort ebenso einen Proben- und Aufführungsort haben wie die freien Musikakteure der Stadt. Die Investitionskosten, die unter den Projektträgern aufgeteilt werden sollen, liegen nach derzeitigem Planungsstand bei rund 300 Millionen Euro. Die späteren laufenden Kosten werden derzeit mit 4,4 Millionen Euro veranschlagt. 

In der Sitzung am 6. April hatte sich der Rat grundsätzlich hinter das Musik-Campus-Projekt gestellt. Der noch ausstehende Errichtungsbeschluss wurde aber an Bedingungen geknüpft. Unter anderem fordert der Rat Konkretisierungen beim Finanzierungsplan für das Projekt und folgte damit mehrheitlich einem gemeinsamen Änderungsantrag von Grünen, SPD, Volt und Die Partei/ÖDP. Weitere Regelungen „zur möglichen Umsetzung durch die Stadt regelt der Rat in seiner kommenden Sitzung“, hieß es in dem nach längerer Diskussion mit knapper Mehrheit gefassten Beschluss.

Oberbürgermeister Markus Lewe sagte vor dem Gipfeltreffen: „Was planbar ist, haben wir geplant. Offensichtlich müssen wir unsere Lösungen aber noch besser verständlich machen. Deshalb freue ich mich auf den Austausch bei unserem Gipfel.“