Kongresspreis Münster 2019: Geisteswissenschaftler ausgezeichnet für Historikerkongress 2018 Althistoriker Peter Funke gewürdigt

Kongresspreis Münster 2019: Geisteswissenschaftler ausgezeichnet für Historikerkongress 2018 Althistoriker Peter Funke gewürdigt
Erhielt den Kongress-Preis Münster: Peter Funke (3. v.l.) neben Rektor Johannes Wessels, Laudator Markus Lewe und Marie-Luise Funke. Foto: anh. Kongress-Preis für Senior-Prof. Peter Funke in der Rüstkammer des Rathauses zu Münster

Zuletzt aktualisiert 8. Februar 2019 (zuerst 6. Februar 2019).

Münster. Erstmals geht der „Kongresspreis Münster“ an einen Geisteswissenschaftler. Die Kongressinitiative Münster verlieh ihn am Mittwoch dem Althistoriker Peter Funke für seine Rolle beim Vorbereiten und Durchführen des Historikerkongresses 2018, des größten geisteswissenschaftlichen Fachkongresses in Europa. „Stets tatkräftig und mit großem strategischem Geschick“ habe sich Funke „für den Wissenschaftsstandort Münster eingesetzt“, auch im Exzellenzcluster „Religion und Politik“, sagte Oberbürgermeister Markus Lewe in der Rüstkammer des Rathauses vor einem Festessen.

Vier Tage dauerte der Kongress, zwei Jahre das Vorbereiten und Durchführen. „Die zwei Jahre haben sich gelohnt“, sagte Funke. „Münster war der richtige Ort.“ „Eine Alternative gab es nicht“, sagt Funke zur fast ungespaltenen Abstimmung im Kreis der Historiker pro Monasteria. Die Presse-Reichweite habe sich bis in die New York Times und nach Indonesien erstreckt, so Funke.

Nicht geahnt habe man, welche „Brisanz und Aktualität“ das Thema „Gespaltene Gesellschaften“ 2018 erreichen würde. Die Debatte um die Verantwortung der Historiker in der Gesellschaft dauere an: „Sie ist noch nicht abgeflaut“, sagte der Senior-Professor: „Diese Debatte war sicherlich wegweisend.“

Der in Rheine geborene Funke gelte als guter Geld-Beschaffer, hatte Lewe gesagt. Ohne Förderer gehe es nicht, sagte Funke. „So einfach ist das nicht, vor allem in Münster nicht.“ Aber man habe Stifter von außen und aus Münster gefunden. Die Auszeichnung nahm Funke an der Seite seiner Frau Marie-Luise entgegen und reichte sie weiter an das anwesende siebenköpfige Orga-Team. Er dankte der Universität, vertreten u.a. durch ihren Rektor Johannes Wessels, der Stadt und dem Bistum.

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Aktuell beschäftige die Historiker und den Verband der Geschichtslehrer das Gewicht des Faches Geschichte im Unterricht: Es habe in NRW weniger Platz als in anderen Bundesländern, so der Senior-Professor.

Die Verleihung folgte einer Sitzung des Strategieausschusses „Wissenschaft“ von Münsters „Allianz für Wissenschaft“, in dem Funke mitwirkt.

Den Kongresspreis Münster erhielten erstmals 2014 und 2016 fünf Organisatoren aus den Feldern Chemie, Bahnbau, Anästhesie, Begabtenforschung und Humanitäre Hilfe.

 

 

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