Internationalität geht durch den Magen – ganz entspannt Neues Angebot nicht nur für geflüchtete Männer / Studierende der Sozialen Arbeit im Praktikum

Internationalität geht durch den Magen – ganz entspannt Neues Angebot nicht nur für geflüchtete Männer / Studierende der Sozialen Arbeit im Praktikum
Erstes Treffen von Internationalität geht durch den Magen im Pfarrheim von St. Nikolaus in Wolbeck.

Zuletzt aktualisiert 30. April 2018 (zuerst 27. April 2018).

Münster-Wolbeck. Mal ein Angebot für Männer, gerade für geflüchtete Männer: Am Freitag startete „Internationalität geht durch den Magen“ im Pfarrheim von St. Nikolaus. Damit wollen fünf Studierende der Sozialen Arbeit von der Fachhochschule Münster in ihrem Praktikum eine Lücke füllen. Entdeckt hatten sie die Lücke beim Vorbereiten eines Projekts, das zum Studium gehört. Für Kinder und Frauen gebe es allerhand, hatten sie festgestellt, Christina Flory, Jonas Bartel, Leon Flasspöhler, Leoni Scholz und Natali Schwinning.
Achtmal können „Männer jeden Alters und jeder Nationalität“ sich treffen, immer freitags ab 18 Uhr bis etwa 21 Uhr – das Ende steht nicht so genau fest. Um den Austausch geht es, um „einen spaßigen Abend“: Ob mit gemeinsamen Kochen, Spielen oder was sonst gefällt. In Wolbeck landeten die Studierenden, weil im Pfarrheim schon eine Küche bereitsteht, wie sie von Manuela Willenborg von der Caritas erfuhren. Zweimal geht es an den Aasee, zum Grillen.
So saßen Betonbauer, Schuster, Koch, ein Spezialist für Süßigkeiten, ein MBA-Absolvent und tatsächlich ein aus Aleppo geflüchteter Student der Sozialen Arbeit mit den Fünf von der Fachhochschule beisammen. Zwei sind von der Hammer Straße angereist, andere vom Tönskamp in Wolbeck, von wo aus sie öfter an Übungsabenden der Freiwilligen Feuerwehr teilgenommen hatten. Alle sind Syrer.
Flasspöhler erklärt das Projekt, einiges wird ins Arabische übersetzt. Reihum stellen sich alle vor. Recht unterschiedlich fallen die Sprachkenntnisse aus – aber niemand scheint nennenswerte Hemmungen zu haben, sich mitzuteilen. Wo es klemmt, helfen andere mit Arabisch aus oder mit den Satzanfängen in Deutsch. „Danke für die Einladung“, sagt einer, ein anderer lobt die Deutschvermittler am Hüffer-Stift. Schnell treten auch die Hobbies zu Tage: Beim Betonbauer das Schachspielen, für einige Fußball, ob Gucken oder Spielen, für andere der Männer Kochen und Tanzen. Bald beginnt der Ramadan, drei der Syrer wollen ihn einhalten.
Für den ersten Abend haben die Fünf schon eine Mahlzeit vorgesehen: Ein Auflauf mit Kartoffeln und Käse. „Das nächste Mal koche ich!“, kündigt einer an. Dann geht es für einen Teil zum gemeinsamen Einkaufen, andere überlegen sich ein Spiel. Weiter geht es am 4. Mai 2018 um 18 Uhr im Pfarrheim.

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