Gewerbeverein Wolbeck überdenkt Veranstaltungen und diskutiert Nutzen

Die Mitglieder des Gewerbevereins Wolbeck pflegten den Gedankenaustausch über Projekte und Aktionen.

Münster-Wolbeck. Einige Umbrüche zeigten sich bei der Mitgliederversammlung des Gewerbevereins am Donnerstagabend in der Gaststätte Sültemeyer. Ein zweites Asphalt-Frühstück soll es 2016 geben, aber keine Gewerbeschau: Mit beiden Entscheiden reagiert der Vorstand auf die Resonanz bei Bürgern und Gewerbetreibenden. Zu vielen Mitgliedern ist der Aufwand für die Gewerbeschau zu hoch, musste der Vorstand laut Ralph Koschek, Vorsitzender, bei „einem Monat Klinkenputzen“ vor der letzten Schau 2014 feststellen. So soll sie diesmal ausfallen. Schlechten, langsamen Rücklauf gab es auch vor der „Lichternacht“ (Heike Schapmann: „Wir sind richtig enttäuscht gewesen“); hier will man Änderungen überlegen. „Wenn die Gewerbetreibenden nicht teilnehmen, dann stirbt das Ding“, sagte Karl-Heinz Schapmann. Das Asphalt-Frühstück sei sehr gut angekommen („Die Stimmung war sehr gut“, sagte Koschek) und nach einer Wiederholung gefragt worden. Das will der Verein schon dieses Jahr tun – am 3. Juli.gewerbeverein-wolbeck-versammlung Die Behörden, so Koschek, hätten die Premiere sehr unterstützt. Überlegt wird ein Ausbau des genutzten Raums und Optionen für Vereins-Mitglieder, sich zu präsentieren. Ein Mitglied regte an, immer mal etwa Neues zu bieten, Events nicht zu oft zu wiederholen. Man solle sich „konzentrieren auf das, was neu ist und frisch“, sagte Alexandra Johann. Viel Resonanz ergab das Verteilen von Einladungs-Postkarten in den Neubau-Gebieten; hier sei die Zeitung nicht so stark verbreitet.

Dass es schwer ist, allen gerecht zu werden, zeigte die Debatte vor dem Entscheid, den Mitgliedsbeitrag auf 150 Euro pro Jahr zu erhöhen. Was ist Aufgabe eines Gewerbevereins, was ist Luxus, was bringt möglichst vielen Unternehmen etwas im Gegenzug für viel Arbeit und noch ein freies Wochenende weniger? Vieles könne sich nicht in Aufträgen niederschlagen, kam zur Sprache. Thomas Lutterbeck betonte: „Die Events sind wichtig für Wolbeck“.

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Bis Ende Mai will der Vorstand das neue Wolbecker Telefonbuch verteilen. In Arbeit sind auch Visitenkarten-Ständer, in denen sich interessierte Unternehmen in den Geschäften anderer präsentieren können.
Im Blick auf den Verkehr interessieren die Ladeninhaber der Münsterstraße nicht nur Parkplätze. Der Verkehr habe deutlich nachgelassen, besonders der LKW-Verkehr, sagten unisono Gisela Hautopp von „Der kleine Bilderladen“ und Jürgen Dammann von „Dammann Küche Komplett“. Durch diesen Rückgang entstünden aber verstärkt gefährliche Situationen durch zu schnell fahrende und überholende PKW-Fahrer, besonders gegenüber dem Drostenhof. „Das ist manchmal extrem“: Dammann vermisst bislang Reaktionen in Politik, Ordnungsamt und Polizei; es müsse „wohl erst was passieren“. Es habe mehrere Beinahe-Unfälle gegeben. Viel zu wenig beachtet würden die Tempo-30-Schilder. Ein „Unding“, sagte jemand, sei es, den Kreisverkehr am Marktplatz ohne Radspur anzulegen.

„Wenn alle Wolbecker Tempo 30 fahren würden, wär’s schon mal besser.“ Jürgen Dammann

Ralph Koschek verabschiedet die Beisitzerin Anke Flender vom Achatius-Haus. Foto: A. Hasenkamp, Fotograf in Münster.
Ralph Koschek verabschiedet die Beisitzerin Anke Flender vom Achatius-Haus. Foto: A. Hasenkamp, Fotograf in Münster.

Bei aller Diskussion war mehrfach Zeit für spontanen Applaus für den Vorstand und für, wie Koschek sagte, für „das schlagende Herz“ des Vereins: Birgit Schulte.
Die Unternehmer bestätigten Ralph Koschek als Vorsitzenden (einmal noch trat er für zwei Jahre an), Heike Schapmann als Stellvertreterin, Alexandra Schmidt als Kassiererin und Ines Wiengarten als Schriftführerin. Bei den Beisitzern schied Anke Flender aus; zu den Beisitzern gehören nun Alexandra Hochstein, Barbara Rosengarten, Angelika Schäfer-Pissarsky, Jürgen Dammann, Markus Jörissen und Gisela Hautopp.

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