Gemeinsame Rad-Fußwege in Albersloh und Sendenhorst?

B.f.A. wünscht "Sicherheitsmaßnahmen für die schwachen Verkehrsteilnehmer"

Sendenhorst/Albersloh. „Der schwere Verkehrsunfall der 73-jährigen Radfahrerin, die am vergangenen Mittwoch am Sendenhorster Westtor unter die Räder eines Lkw geriet, führt uns wieder mal drastisch vor Augen“, so der Fraktionsvorsitzende der „BürgerInnen für Aktive Kommunalpolitik“ (B.f.A.), Hans Ulrich Menke, „dass wir dringend etwas für die schwachen Verkehrsteilnehmer in Sendenhorst und Albersloh tun müssen.

Es helfe niemandem, die Augen vor den lebensbedrohlichen Zuständen für Fußgänger und Radfahrer in den beiden Ortskernen zu verschließen. Es sei höchste Zeit, endlich zum Schutz von Sendenhorst und Albersloh zu handeln. Denn es ist aus Sicht der B.f.A. ziemlich einfach, die Lkw – wie schon vielfach gefordert – durch eine großräumige Umfahrung bereits ab Beckum entweder über die B58/B63 oder über die A2/A1, abzuleiten.

„Auch wenn wir vorgeschlagen haben, neben der Sendenhorster Umgehungsstraße in Albersloh wenigstens das Teilstück von der Alverskirchener zur Sendenhorster Straße zu bauen (siehe WN vom 25. Juli 2019), so ist realistischerweise davon auszugehen, dass diese Baumaßnahmen noch einige Jahre auf sich warten lassen werden“, meint der B.f.A.-Vorsitzende Michael Thale. Darum müssten zuallererst die Transit-Lastwagen aus den Ortskernen verschwinden. Doch das sei nur ein Baustein für das gesamte Sicherheitsgebäude

„Auf der anderen Seite können die augenblicklichen Straßensanierungen in Albersloh in bestimmten Teilbereichen zu einem Glücksfall für die schwachen Verkehrsteilnehmer werden – wenn die Planer es nur wollen würden“, stellt Hans Ulrich Menke fest. Um diese Behauptung zu belegen, haben die B.f.A. die Bürgersteigbreiten vom Rohrlandweg bis zum Teckelschlaut beidseitig vermessen. Das Ergebnis: Die Breite schwankt zwischen knapp 2,10 und etwas über 2,60 Meter.

Verbreitern der Bürgersteige sei möglich

„Nach unseren Recherchen ist es also möglich“, so B.f.A.-Mitglied Volker Dörken, „wenigstens auf einer – wenn nicht sogar auf beiden Seiten – die Bürgersteige so zu verbreitern, dass ein gemeinsamer Rad-Fußweg vom Teckelschlaut bis zum Rohrlandweg angelegt werden kann.  Denn nach den geänderten Verwaltungsvorschriften zur Straßenverkehrsordnung vom 22. Mai 2017 soll die lichte Breite gemeinsamer Geh- und Radwege nun konkret innerorts 2,50 Meter und außerorts 2,00 Meter betragen (VwV StVO, Zeichen 240, Randnummer 20).

Dass sich diese kombinierten Rad-Fußwege als probates Mittel für mehr Verkehrssicherheit bewähren, stellt Straßen NRW ganz in der Nähe – an der L586 vor dem Autohaus Hartmann in Angelmodde und am Osttor in  Hiltrup (L885) vor der Gärtnerei Dahlmann – unter Beweis. Würden diese gemeinsamen Rad-Fußwege auch in Albersloh realisiert, sei das auch hier eine willkommene und sichere Zuführung für alle schwachen Verkehrsteilnehmer zur neuen WLE-Haltestation, die am Rohrlandweg/Kohkamp entstehen soll. 

B.f.A.-Ratsfrau Martina Rust: „Außerdem würden wir Steuerzahler viel Geld sparen, wenn der Fuß-Radweg bereits jetzt gebaut wird und nicht erst, wenn der neue Bahnhof fertiggestellt ist.“ Um die Andienung des neuen Albersloher Bahnhofs – nicht zuletzt auch für den touristischen Radverkehr – attraktiv zu gestalten, könne es sich zudem als ausgesprochen vorteilhaft erweisen, wenn der jetzige Radweg von Sendenhorst nach Albersloh über den Bispingweg hinaus, vorbei am Gebäude Wiedehage, mit dem neuen Fuß-Radweg verbunden würde.

„Eigentlich müsste es für die beteiligten Behörden doch ein Leichtes sein“, so Volker Dörken, „diese Sicherheitsmaßnahmen für die schwachen Verkehrsteilnehmer zügig zu planen und umzusetzen. Als es darum ging, die Kurve rund um die Kirche für Lkw zu verbreitern, hatten der Kreis Warendorf und Straßen NRW zur Überraschung vieler Albersloherinnen und Albersloher zumindest mit der Planung die Nase vorn.“

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