Drei WWU-Forscherinnen neu im Jungen Kolleg

Drei WWU-Forscherinnen neu im Jungen Kolleg
Schloss zu Münster, Sitz eines Teils der Verwaltung und einiger Hörsäle. Foto: Andreas Hasenkamp.

Zuletzt aktualisiert 14. Dezember 2020 (zuerst 10. Dezember 2020).

NRW-Akademie der Wissenschaften nimmt Kristin Boosfeld, Caroline Kögler und Eileen Otte auf

Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste (AWK NRW) hat drei Nachwuchswissenschaftlerinnen der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster ins Junge Kolleg aufgenommen. Die Rechtswissenschaftlerin Dr. Kristin Boosfeld, die Literatur- und Kulturwissenschaftlerin Dr. Caroline Kögler und die Physikerin Dr. Eileen Otte gehören damit zu den landesweit 14 neuen Mitgliedern im NRW-Kolleg.

Kristin Boosfeld (Jahrgang 1987) ist derzeit Habilitandin am Institut für Rechtsgeschichte in Münster. Von 2006 bis 2011 studierte sie Rechtswissenschaften in Münster und durchlief parallel dazu jeweils zweijährige Fremdsprachenausbildungen im Common Law sowie im französischen Recht. Von 2013 bis 2014 absolvierte sie ein Masterstudium in Oxford. Ihre 2015 erschienene zivilrechtsvergleichende Dissertation wurde mit dem Ernst-Rabel-Preis der Gesellschaft für Rechtsvergleichung ausgezeichnet. Von 2017 bis 2018 war sie Stipendiatin des Mentoring-Programms „Erstklassig!“ der Universität Münster. Kristin Boosfeld forscht zu den Grundlagen des Privatrechts. Besondere Schwerpunkte legt sie auf die europäische Rechtsgeschichte und den Privatrechtsvergleich.

Caroline Kögler studierte von 2003 bis 2011 Anglistik und Germanistik sowie Betriebswirtschaftslehre an den Universitäten Münster und Exeter (Großbritannien). Seit 2019 gehört sie zur Leitung des Teilprojekts „Markt und Literatur“ im SFB 1385 „Recht und Literatur“ der WWU. Ihr Forschungsgebiet umfasst die britische und anglophone Literatur- und Kulturwissenschaft vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Im Mittelpunkt ihres Habilitationsprojekts steht die britische Literatur des „langen 18. Jahrhunderts“ in transatlantischer Perspektive. Weitere Schwerpunkte ihrer interdisziplinär angelegten Forschungsarbeiten liegen auf den Postcolonial Studies, Migration, Flucht und Staatsbürgerschaft, Literary Queer and Gender Studies sowie Victorian und Neo-Victorian Studies.

Eileen Otte, Postdoktorandin in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Cornelia Denz am Institut für Angewandte Physik, begann 2009 ihr Studium der Physik an der WWU. Nach ihrem Bachelor spezialisierte sie sich im Masterstudium neben der molekularen Bio- und Materialphysik auf die Photonik. 2019 schloss sie ihre Promotion zum Thema „Strukturierte singuläre Lichtfelder“ mit summa cum laude ab. Ihre Arbeit wurde mit dem Rektoratspreis 2019 für die beste Dissertation im Fach Physik an der WWU und mit dem Wissenschaftspreis des Düsseldorfer Industrie-Clubs in Kooperation mit der NRW-Akademie der Wissenschaften und Künste ausgezeichnet. Im Mittelpunkt ihrer Forschung stehen sogenannte strukturierte singuläre Lichtfelder. In der Natur handelt es sich um ein allgegenwärtiges Phänomen, etwa bei der Brechung von Licht durch Wasser. Die künstliche Herstellung und Analyse stellt jedoch große Herausforderungen an die Wissenschaft. Eileen Otte entwickelt neue Ansätze, derartige komplexe singuläre Lichtfelder in Laserlicht maßzuschneidern, detailliert zu untersuchen und anzuwenden.

Mit dem Jungen Kolleg unterstützt die Akademie den wissenschaftlichen und künstlerischen Nachwuchs in Nordrhein-Westfalen. Die Mitglieder erhalten für einen Zeitraum von bis zu vier Jahren ein jährliches Stipendium in Höhe von 10.000 Euro. Die finanzielle Unterstützung soll Freiraum für die eigene Forschung und Kunst schaffen. Darüber hinaus erhalten die Stipendiaten die Gelegenheit, ihre Projekte in interdisziplinären Arbeitsgruppen zu diskutieren und den Mitgliedern der Akademie ihre Arbeit zu präsentieren.

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