WWU-Philosophin ins Junge Kolleg der NRW-Akademie der Wissenschaften

Die Philosophin Dr. Eva-Maria Jung (34) von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) ist gestern (Dienstag) Abend in das Junge Kolleg der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste aufgenommen worden. Die junge Geisteswissenschaftlerin ist Geschäftsführerin des Zentrums für Wissenschaftstheorie der WWU und gilt als Expertin für erkenntnis- und wissenschaftstheoretische Themen. Für das Rektorat der WWU nahm Prorektor Prof. Dr. Jörg Becker an der Feierstunde teil.

Neben Eva-Maria Jung wurden bei der feierlichen Festveranstaltung in Düsseldorf zwei weitere junge Wissenschaftler aus NRW in das namhafte Gremium aufgenommen – Juniorprofessorin Dr. Janina Fels und Dr. Christoph Michels von der RWTH Aachen. Die Aufnahme in das Junge Kolleg gehört zu den bedeutendsten Auszeichnungen für junge Wissenschaftlern in Nordrhein-Westfalen.

NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze gratulierte den drei neuen Mitgliedern des Jungen Kollegs: "Das Junge Kolleg ist das Sahnehäubchen der nordrhein-westfälischen Nachwuchsförderung. Seine Mitglieder sind exzellente Forscherinnen und Forscher, sie haben frische Ideen, sind innovativ und sie arbeiten interdisziplinär. Das ist eine gute Ausgangsbasis, um neue Antworten auf die großen Herausforderungen unserer Zeit wie Klimawandel, Mobilität oder alternde Gesellschaft zu geben", sagte die Ministerin. Zuvor hatte Akademiepräsident Professor Dr. Dr. Dr. med. habil. Hanns Hatt die Nachwuchswissenschaftler im Rahmen des "Konzertes zum Neuen Jahr" vor über 400 Gästen begrüßt.

Eva-Maria Jung studierte Philosophie mit den Nebenfächern Mathematik und Physik an der Universität Freiburg, der Università Roma Tré (Italien) und der Humboldt-Universität Berlin. Es folgten Aufenthalte an der Universität Tübingen, an der University of California in Berkeley (USA) und an der Ruhr-Universität Bochum. Im Jahr 2009 schloss sie ihre Promotion in Bochum ab. In ihrem Habilitationsprojekt, das einer systematischen Analyse des wissenschaftlichen Experiments gewidmet ist, steht die Wissenschaftspraxis im Vordergrund.

Das Junge Kolleg

Zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in NRW wurde 2006 das Junge Kolleg gegründet, in das bis zu 30 herausragende junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Fachrichtungen für jeweils vier Jahre berufen werden können. Möglich gemacht wurde dieses Förderprogramm durch die finanzielle Unterstützung der Stiftung Mercator. Für sieben Jahre stellte es die größte private Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in NRW dar. Ab dem Jahr 2014 hat das Land Nordrhein-Westfalen die Finanzierung übernommen. Das Junge Kolleg dient den Mitgliedern als eine interdisziplinäre Plattform zum Austausch und zur gemeinsamen Erarbeitung kritischer Bewertung gesellschaftlich relevanter Fragen. Die Mitglieder erhalten bis zu vier Jahre lang ein jährliches Stipendium in Höhe von 10.000 Euro. Sie dürfen bei ihrer Aufnahme in das Kolleg nicht älter als 36 Jahre sein sowie noch keine unbefristete Hochschullehrerstelle innehaben.

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