Das Parkhaus Bremer Platz wird eine moderne Mobilstation

Das Parkhaus Bremer Platz wird eine moderne Mobilstation
Fahrräder statt Autos: in den unteren drei Etagen des Parkhauses Bremer Platz sollen zukünftig rund 3000 Fahrräder Platz finden. Stadt Münster (Visualisierung: e&h architektur visuell).

Stadt Münster setzt sich mit Maßnahmenpaket im Landeswettbewerb durch / Fördergelder des Landes NRW

Münster (SMS). Die Stadt Münster ist mit ihrem Beitrag „Münster Mobility Hub – Multimodale und intermodale Mobilität am Münsteraner Hauptbahnhof stärken“ als eine von sieben Kommunen erfolgreich aus dem Landeswettbewerb „Mobil.NRW – Mobilität in lebenswerten Städten“ hervorgegangen. Der münstersche Beitrag sieht den Umbau des Parkhauses Bremer Platz in eine moderne Mobilstation mit integriertem Fahrradparkhaus vor. Er war bereits im vergangenen April von einer Fachjury ausgezeichnet und für die zweite Stufe des Landeswettbewerbs zugelassen worden. Insgesamt wurden 29 Projekte im Wettbewerb eingereicht.

Zentrale Anlaufstelle für nachhaltige Mobilitätsangebote am Hauptbahnhof

„Im Rahmen der zweiten Wettbewerbsstufe haben wir unseren Beitrag weiterentwickelt und konnten die Fachjury erneut mit unserem zukunftsweisenden Mobilitätsprojekt überzeugen“, freut sich Stadtbaurat Robin Denstorff über den Erfolg und die Aussicht auf die Fördergelder. „Mit unserer erfolgreichen Bewerbung haben wir nun die Chance, attraktive und zugleich nachhaltige Alternativen zum motorisierten Individualverkehr in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofs zu bündeln“, sagt Michael Milde, Abteilungsleiter der Mobilitätsplanung im Amt für Mobilität und Tiefbau.

Mobilstation mit Dachgarten und Veloroutenanschluss

Das Maßnahmenpaket sieht neben dem Umbau des heutigen Parkhauses, das künftig unter anderem Abstellplätze für 3000 Fahrräder, verschiedene Sharing-Angebote sowie Quartiersstellplätze bereitstellt, auch die Aufstockung um zwei Geschosse vor. Auf dem Dach wird ein Garten entstehen, der den Menschen im Quartier als Treffpunkt dienen soll. Die neue Grünfassade leistet einen positiven Beitrag zur Klimaanpassung, indem sie Wärmeinseln im Hochsommer entgegenwirkt und durch Solarkollektoren regenerative Energie erzeugt.

Teil des Projektes ist auch die Führung der Veloroute „Everswinkel-Münster“ direkt entlang des zukünftigen „Mobility Hub“ von der Schillerstraße kommend über „Kleine Bremer Straße“ und die Wolbecker Straße zur Promenade. „Der direkte Anschluss der Mobilstation an das Veloroutennetz sorgt für eine sichere, komfortable und vor allem schnelle Möglichkeit, mit dem Rad die Mobilstation zu erreichen, was gerade am Bahnhof wertvolle Zeit und längere Wege beim Umstieg auf andere Verkehrsmittel spart“, unterstreicht Max Stewen, Projektleiter beim städtischen Fahrradbüro die Vorzüge des innovativen Mobility Hubs.

Der nächste wichtige Schritt in Richtung Realisierung ist bereits in Vorbereitung. Bis Ende März haben die Stadt Münster und die weiteren Sieger-Kommunen nun Zeit, die Förderanträge bei der zuständigen Bezirksregierung zu stellen. Bis Ende 2026 sollen alle Projekte abgeschlossen sein.

Weitere Informationen zum Wettbewerb hat das Ministerium für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen in einer Pressemitteilung veröffentlicht:
www.vm.nrw.de/presse/pressemitteilungen/Archiv-des-VM-2022/2022_02_11_Landeswettbewerb-lebenswerte-Staedte/index.php

Abbildung: Fahrräder statt Autos: in den unteren drei Etagen des Parkhauses Bremer Platz sollen zukünftig rund 3000 Fahrräder Platz finden. Stadt Münster (Visualisierung: e&h architektur visuell).