Damensitzung der ZiBoMo 2009

Münster-Wolbeck. Wohl selten haben die Künstler die Damen so sehr einbezogen und zum Mitmachen animiert wie in dieser Damensitzung. Schon 15 Jahre reicht die Traditionslinie der Damensitzungen zurück. Daran erinnerte das Moderations-Trio mit seinem Geschenk an Monika Kasimir, die sie damals ins Leben gerufen hatte. Dazu hatten sie das schöne Plakat ausgegraben.

Präsident Gustel Schroer provozierte mit seiner Ankündigung, an diesem Abend noch einmal reinzuschauen, ein kollektives „Wag es ja nicht!“. Dabei hatte der Hipppenmajor angesichts der Gäste gesagt, der ZiBoMo-Umzug werde dann ja wohl der schönste Lindwurm Deutschlands werden, und Jugend-Hippenmajor Niklas Fischer hatte mit Marina Koop an seiner Seite ein strahlendes Lächeln aufgelegt. So auch die Garde. Dennoch: „Ausmarsch!“.
Büttenrednerin Tante Emma zauberte aus ihrer Körperfülle unermüdlich für alle einen Spruch hervor, die da fotografierten, guckten oder Lachtränen strömen ließen. Dick sei sie nicht, stellte sie klar, nur „gut sichtbar“. Ira Maassen präsentierte sich mit aufwändiger Kostümierung als „alterndes Tanzmariechen“. Mit Gummistiefeln, Knubbelbeinen und großzügig ausgestopftem Oberteil nahm sie die Ballett-Ambitionen auf die Schippe und animierte die versammelten Damen zum Mitmachen.

Je später der Abend desto stärker die Rufe nach Zugaben. Die galten massiv den XXL-fen, den wenigen als solchen erkennbaren Männern des Abends. Versteckt unter schwarzen Mäntel marschierten die XXL-fen ein, entblätterten sich auf Boxer-Shorts, Muskel-T-Shirts, schlugen kreative Kombinationen von Uppercut und Cross mit schwarz bandagierten Händen. Und das war nur das Aufwärmen vor dem Zweikampf. Als Zugabe gab es „Reiß die Hütte ab“ – das Männerballett mit Neuzugang Matthias Schlüter hätte noch viel mehr vorgetragen, wäre es nach den begeisterten Frauen gegangen, die sie stehend und auf Knien oder Stühlen umlagerten. Ungern ließen sie ihren Augenschmaus ziehen. Das galt dann auch für geballte Ladung „Edeltraud“, die als eine ausdauernde und mitreißende Sängerin, die als bayerischer Kugelblitz singend und mit Humor den Kessel weiter unter Hochdruck hielt und im Nu die Frauen von den Sitzen in einen Polonaise-Bandwurm zog.
Gut, das die Tanzgruppen frischen wind in die Hitze wirbelten: Einfallsreiche Dramaturgie und Kostüme zeigten besonders „Viva Las Vegas“ und „Speedy Gonzales“, für sportlichen Glanz sorgte Solomariechen Julia Welling und die Tanzmariechen Janina Schleutker und Christine Wittfoht.
Die Moderation im Sültemeyerschen Hexenkessel, randvoll mit Teufelchen und Mäusen, Großwesir, Bauarbeitern, kreativ Gepunkteten und Hula-Hula-Tänzerin, hatten die Gemahlinnen von Hippenmajor und Adjutanten, Anni Hinkelmann, Monika Schumann und Brigitte Sechelmann.
Zum Einstieg gab es noch Liebenswertes: Geburtstags-Glückwünsche für Anni Hinkelmann und ein gemeinsam gesungenes „Ich fang Dir den Mond“ für den Hippenmajor, dem seine Frau einen Lotto-Schein schenkte.

Please follow and like us:

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*