Stadt Münster verbannt Müll und Unrat von Straßen und Grünanlagen

OB Tillmann schlägt dem Rat ein kurzfristiges "Handlungskonzept zur Verbesserung der Sauberkeit und Ordnung" vor.

Die Stadt verstärkt ihren Service- und Ordnungsdienst und schafft außerdem für etwa hundert Bezieher von Arbeitslosengeld II zusätzliche, gemeinnützige Arbeitsgelegenheiten ("Ein-Euro-Jobs") bei der Reinigung und Sauberhaltung von Straßen, Plätzen, Wegen und Grünanlagen. Das sind die Kernpunkte eines "Handlungskonzepts zur Verbesserung der Sauberkeit und Ordnung".

Wie Oberbürgermeister Dr. Berthold Tillmann vor der Presse berichtete, wird das Konzept den politischen Gremien und Ausschüssen des Rates kurzfristig zur Beratung und Anhörung vorgelegt. Falls auch der Rat in seiner Sitzung am 29. Juni dem Beschlussvorschlag folgt, wird es sehr kurzfristig umgesetzt. OB Tillmann: "Wir bereiten alles vor, damit die Initiative sofort deutliche Wirkung zeigen kann."

Der Grund für das Handlungskonzept liegt für jeden sichtbar auf der Straße. Kaum beginnt mit der wärmeren Jahreszeit die Freiluftsaison, nimmt – auch in Münster – der Umfang von "wilden" Müllablagerungen und achtlos weggeworfenem Abfall deutlich zu. Vor allem der Bereich Aasee, die Fußgängerzonen der Innenstadt, der Hafen mit dem Kreativkai und die Kanalufer-Promenaden werden immer wieder regelrecht zugemüllt.

Die Stadtverwaltung schlägt dem Rat vor, den Service- und Ordnungsdienst um fünf auf dann 16 Stellen zu verstärken, damit der Streifendienst mehr Präsenz vor Ort zeigen kann. Die Servicekräfte sollen einen Schwerpunkt im Bereich Sauberkeit und Ordnung bilden. In der warmen Jahreszeit von April bis September werden die Dienstzeiten bis gegen Mitternacht, an den Wochenenden sogar bis 4 Uhr in der Frühe ausgeweitet werden.

Hinzu kommen die Arbeitsgelegenheiten für Alg-II-Bezieher.. Sie sollen zusätzliche Tätigkeiten wahrnehmen. Diese ergänzen die von städtischem Personal und von beauftragten Fremdfirmen ohnehin vorgenommenen Reinigungsarbeiten. Die so genannten Ein-Euro-Jobs werden an drei Stellen geschaffen:

– Zum einen werden die "Mobilen Einsatz-Teams" beim Amt für Grünflächen und Umweltschutz von 18 auf 24 Personen aufgestockt; damit könnte man unter anderem dem Wildkraut auf Grünflächen und dem überhand nehmenden Riesenbärenklau besser an die Wurzeln rücken.

– Zweitens soll der Fahrradkontrolldienst des Ordnungsamtes verstärkt werden, unter anderem um "Schrottfahrräder" zu entfernen und gefährdend abgestellte Räder umzusetzen.

– Drittens und vor allem sollen kurzfristig 50 bis 100 Ein-Euro-Jobs für zusätzliche Reinigungsarbeiten an den "Müllbrennpunkten" und zur Beseitigung der bakannten "Wochenendspuren" in Grünanlagen geschaffen werden.

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