Wohnen

Riesen-Bärenklau breitet sich rasant aus

28 Jun , 2006  

Münster.- Bis zu vier Meter kann er hoch werden und seine üppigen weißen Dolden sind ein echter Blickfang. Doch wer den Riesen-Bärenklau am Wegesrand entdeckt oder gar im eigenen Garten hat, sollte besser Abstand halten, rät das städtische Amt für Grünflächen und Umweltschutz. Denn: Die auch Herkulesstaude genannte Pflanze ist giftig. Das teilt das Presse- und Informationsamt der Stadt Münster am 28.06.2006 mit.

Wer mit ihr in Berührung kommt, muss mit Verbrennungen wie bei  einem Sonnenbrand rechnen. Rötung der Haut, Schwellungen und Blasen sind die Folgen, die durch Sonnenlicht, hohe Luftfeuchtigkeit und Schweiß noch verstärkt werden.

Herkulesstaude wird bekämpft

"Gemeinsam mit dem Tiefbauamt bekämpfen wir die Herkulesstaude  auf unseren Flächen“, berichtet Dirk Dreier vom Amt für Grünflächen und Umweltschutz. "Schwerpunkte sind dabei Straßen- und Wegränder, öffentliche Grünflächen und Gewässerufer.“ Trotz des Einsatzes breitet sich der Riesen-Bärenklau aber mit rasant zunehmender Geschwindigkeit fast im gesamten Stadtgebiet aus. Vor allem an der Angel, an der Werse, am Meckelbach und an Abschnitten der Aa kommt er vor.

Kampf in Münster versuchsweise auch mit  Pflanzenschutzmitteln

In diesem Jahr hat die Stadt Münster ihre Bekämpfungsmaßnahmen intensiviert. Die Arbeiten haben erheblich früher begonnen und es werden mehr Arbeitskräfte eingesetzt. Außerdem wendet das Tiefbauamt versuchsweise auch Pflanzenschutzmittel an. Entlang von Angel und Werse – außerhalb der Wasser- und Naturschutzgebiete –  werden die einzelnen Pflanzen mit der Rückenspritze oder dem Dochtstreichgerät behandelt. Auch die anderen Unterhaltungsträger wie die Wasser- und Bodenverbände  verstärken in diesem Jahr ihren Einsatz gegen den Riesen-Bärenklau.

Um die weitere Ausbreitung tatsächlich verhindern zu können, ist auch die Mithilfe von privaten Grundeigentümern notwendig. Besonders wichtig ist, dass die jetzt blühenden Pflanzen nicht zur Samenreife kommen. Daher sollte der Blütenstand kurz vor dem vollen Erblühen entfernt werden, dadurch werden die Pflanzen sehr geschwächt.

Tipps im Faltblatt aus Münster

Weitere Tipps gibt ein Faltblatt, das in der Münster-Information im Stadthaus 1 und im Kundenzentrum Planen – Bauen – Umwelt im Stadthaus 3 am Albersloher Weg 33 ausliegt. Auch im Internet unter www.muenster.de/stadt/umwelt sind Informationen zu finden.

Wer den Riesen-Bärenklau bekämpft, schützt nicht nur Menschen vor unliebsamen Kontakten. Wegen seiner gewaltigen Samenproduktion und dem Fehlen natürlicher Feinde ist der Riesen-Bärenklau auch eine Bedrohung für heimische Pflanzen. Ursprünglich im Kaukasus beheimatet fand er vor rund 100 Jahren zunächst als Zierstaude den Weg in Europas Gärten.

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