Strohballen auf Stoppelfeldern: Was hat es auf sich mit den „Gelben Riesen“?

Münster (LWK-NRW/agh), Riesige runde oder eckige Strohballen liegen zurzeit auf den Stoppelfeldern. Ein großes Exemplar kann bis 300 Kilogramm auf die Waage bringen. Die gelben Riesen auf dem Acker helfen den Landwirten, Arbeitszeit und Kosten zu sparen, teilt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mit.

Weniger Arbeitskraft für große Strohballen

Während die Bergung von kleinen Strohballen viel Handarbeit erfordert und hierfür mehrere Arbeitskräfte nötig sind, kann der Landwirt die Bergung der großen Ballen von einer Arbeitskraft erledigen lassen. Die Ballen werden in Betrieben mit Schweinen und Rindern als Einstreu verwendet. Die runden Strohballen können im Stall einfach, wie ein Teppich, abgewickelt und anschließend mit der Gabel verteilt werden. Eckige Ballen eignen sich besonders für den LKW-Transport, weil die Ladefläche besser ausgenutzt wird.

Also sind die Vorteile der großen Strohballen:

  • Weniger Arbeitskräfte nötig
  • einfach zu transportieren
  • einfach zu verteilen.

Bis 15 Kilogramm schwer – die kastenförmigen Kleinballen

Die 12 bis 15 Kilogramm schweren kastenförmigen Kleinballen sind leichter zu transportieren und vor allem bei Pferde- und Kleintierhaltern beliebt. Ackerbaubetriebe verwenden das geerntete Stroh auch gern zur Düngung. Hierfür wird das zerkleinerte Stroh breitflächig auf dem Feld verteilt und anschließend mit dem Boden vermischt. Durch die Strohdüngung führt der Landwirt dem Boden organische Substanz und die darin enthaltenen Nährstoffe zu. So verbessert sich die Struktur des Bodens. Außerdem wird die Ero­sionsgefahr vermindert, was dem Umweltschutz dient.

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Vorteile der kastenförmigen Kleinballen:

  • Leichter zu transportieren und daher bei Pferde- und Kleintierhaltern beliebt
  • Gut für das Düngen
  • Nährstoffe für den Boden sind leicht zuzuführen
  • Gefahr der Erosion sinkt – Umweltschutz.

Mähdrescher erledigt alles in einem Arbeitsgang

Das Korn-/Strohverhältnis liegt bei rund 1 zu 0,8. Bei einem Kornertrag von acht Tonnen je Hektar erntet der Landwirt durchschnittlich 6,4 Tonnen Stroh. Der Mähdrescher erledigt die bei der Getreideernte anfallenden Arbeiten in einem Arbeitsgang. Zuerst wird das Getreide gemäht, anschließend werden die Körner aus den Ähren gedroschen und das Korn vom Stroh getrennt. Nach der Reinigung landen die Körner im Korntank des Mähdreschers. Ist der voll, kommen die Körner in Transportfahrzeuge und werden abtransportiert. Das Stroh wird entweder zur Einarbeitung lose auf dem Acker verteilt oder zu Ballen gepresst.

Damit ist der Grund für die runden und eckigen Strohballen klar: Sie lassen sich effizient einsetzen, gut transportieren und tragen bei zu einem gesunden Boden.

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