Wohnen

Mehr Strom aus Biogas in Nordrhein-Westfalen

27 Sep , 2006  

In Nordrhein-Westfalen gibt es zurzeit etwa 190 Biogasanlagen, die sich in Betrieb und etwa 50 Biogasanlagen, die sich in Planung oder im Bau befinden. Aus der Energie, die diese geplanten und bereits installierten Biogasanlagen liefern, könnten etwa 140 000 Vier-Personenhaushalte mit elektrischem Strom versorgt werden, teilt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen im September 2006 mit. Das entspricht etwa der Größe einer Stadt wie Düsseldorf.

Auch die Fläche für Nachwachsende Rohstoffe wächst unaufhörlich. Waren es in NRW im vergangenen Jahr noch etwa 7 000 Hektar, die für Biogasanlagen angebaut wurden, stand Mais – die Energiepflanze Nummer eins für Biogasanlagen – in diesem Jahr bereits auf mehr als 13 000 Hektar. Bundesweit sind 140 000 Hektar mit Energie-Mais angebaut.

Nordrhein-Westfalen ist das Energieland Nummer eins in Deutschland und in der Europäischen Union. 40 Prozent des Energieverbrauchs in Deutschland entfallen auf NRW. Ein Grund hierfür sind die Ballungsräume an Rhein und Ruhr. Während in den Zentren der Ausbau der regenerativen Energien rasch an Grenzen stößt, sieht das für ländliche Räume anders aus. Mittelfristig sehen Fachleute in einzelnen Regionen die Möglichkeit, bis zu 20 Prozent der Energie aus Sonne, Wasser, Wind und Biomasse zu erhalten. Die größten Zuwächse werden bei der Energie aus Biomasse gesehen.

Bestand an Biogasanlagen verdoppelt

Auf dieser Grundlage hat sich in NRW in den vergangenen drei Jahren der Bestand an Biogasanlagen auf etwa 250 verdoppelt. Zu beobachten ist ein Trend zu größeren Anlagen mit 500 Kilowatt Leistung. In den veredlungsstarken Regionen Westfalens konkurrieren Biogasanlagen mit Schweinen und Rindern um die Futterfläche. Deshalb werden Biogasanlagen zunehmend in Ackerbaustandorten geplant. Hier sind die Flächen für das Futter der Biogasanlagen nicht so knapp und teuer wie in Gebieten mit intensiver Tierhaltung. Zudem sind die Nährstoffe im Gärsubstrat ein gern genutzter Dünger.

Landwirtschaftskammer bietet Beratung und Optimierung

Die Landwirtschaftskammer bietet den Landwirten neben der Beratung zur Planung und zum Bau einer Biogasanlage auch Hilfe bei der Optimierung bestehender Anlagen an. Dazu gehören auch Betreiberschulungen in den Landwirtschaftszentren Haus Düsse und Haus Riswick. Weitere Informationen stehen im Internet unter www.biogas-info-service.de.

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