Zickensitzung mit endloser Polonaise

Programm begeistert Damen bei 26. Damensitzung der KG ZiBoMo

Münster-Wolbeck. Bei der Zickensitzung Komplimente zu machen, dass fiel dem dem Mann des Abends leicht, Klaus III Kramer: Natürlich muss ein Hippenmajor solch eine Zickensitzung dann auch zügig wieder verlassen – aber er bekam noch Zeit, seine Tanzkünste auf offener Bühne zu beweisen, zusammen mit seiner Frau.  Da kam sein Hippenmajors-Umhang so in Schwung wie ihr Kleid. Dann trollte sich der Hippenmajor mitsamt seinem männlichen Anhang sowie dem teils männlichen Spielmannszug – Bühne frei für eine musikalische Rock-Parodie mit Susan Kent. Dass diese des Öfteren vom abwesenden Geschlecht sang – „ich will keine Schokolade, ich will lieber einen Mann“, „ich will `nen Cowboy als Mann“ –, das störte nicht. Im Parforce-Ritt durch Jahrzehnte an Rock und Pop, mitsamt der Kleidungsmoden, verriet Kent auch, wie man wie im Flug Pfunde purzeln lassen kann. Durch Mitsingen natürlich auch.

Nun kam erste Bewegung auf die großzügig dimensionierte freie Fläche, die Tanzfläche wurde und blieb. Große Tanzkunst vorgemacht hatten da schon die Little Sunshines mit ihrer fantasie- und schwungvoll vorgetragenen Geschichte um Peter Pan.

Auch Männer traten mehrfach auf. Und weil Frau sich langsam steigern möchte, ging es los mit „XX“ statt „XXL“: Die ziemlich muskulös-sportliche Showgruppe „SixxPaxx“ sprang und wirbelte, mit „XX“ auf der Wäsche, es gab Tanz, Akrobatik und Erotik nicht nur zum Anschmachten.

Die XXL-Elfen hatten, ganz im Sinne der zunehmenden Steigerung, alles in XXL zu bieten, auch einen gewaltigen Bizeps, sogar in knallgrün, und um ein Sixpack zu zeigen, mussten sie sich nicht einmal ausziehen. Aber der Vergleich ist müßig: Hier ging es um die Story der Superhelden à la Batman, Supermann und Supergirl, erzählt in einer Show mit Kostümen, cleveren Lichteffekten, selbstgemachtem Gesang, ausgefeilter, ideenreicher Choreografie: und weil die Frauen das und nicht weniger von ihren XX-Elfen erwarteten, war der Weg zur Bühne schon gleich nach dem Durchmarsch des Männerballetts prall gefüllt und hermetisch abgeriegelt, ganz wie bei den Sixx Paxx. Nur Letztere stellten sich allerdings der Muskel-Echtheitsprüfung vor der Bühne. Einigen Damen steht wohl ein Muskelkater bevor, vom Filmen. Alex Engel befriedigte einen Teil der Tanzlust der Damen, eine schier endlose Polonaise bahnte sich ihren Weg durch die engen Reihen und über die Bühne.

Die Tanzpausen boten auch Gelegenheit, sich zu ergötzen an all den Kostümierungen links und rechts: Zahnfee, Seifenblasen sprudelnde Gummienten, Gruseliges, Crash-Dummies, Illuminierte, Gelber-Sack-Chick, Hexen mit einem nicht zu kleinen Kessel an Fressalien, eine Piratin mit Papagei auf dem Hut, Herz-Damen, Micky-Mäuse und Ziegenböcke nebst einem Haufen Diven.

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