Klimaschutz: Münsters Schulen und Kitas sind fit

Über 27 000 Kinder beteiligten sich 2008 am Projekt / Stadt Münster belohnt vorbildliches Engagement mit Prämien

Münster (SMS) Sie haben Heizenergie eingespart, wesentlich weniger Wasser verbraucht, den Restmüll verringert und so die Kosten für ihre Schule oder Kindertagesstätte (Kita) deutlich gesenkt. Mehr als 27 000 Kinder an 74 Schulen und 27 Kitas waren im vergangenen Jahr beim städtischen Projekt “Klimaschutz macht Schule” dabei. Gemeinsam mit ihren Betreuerinnen und Betreuern spürten sie mit viel Spaß an der Sache Umweltlecks in ihren Einrichtungen auf und stopften sie nachhaltig. Für ihr vorbildliches Engagement wurden die Teilnehmer jetzt belohnt. Den Siegern in den Gruppen Grundschulen, weiterführende Schulen und Förderschulen überreichte Heiner Bruns, Leiter des Amtes für Grünflächen und Umweltschutz, die Schecks in Höhe der ausgesetzten Prämien während einer Feierstunde auf dem Solarschiff “Professor Landois”.

Dank fachkundiger Unterstützung schafften es die Schulen und Kitas im vergangenen Jahr für Heizung, Strom, Wasser und Restmüll rund 100 000 Euro weniger auszugeben. Von jedem eingesparten Euro erhalten sie 30 Cent als Prämie. Gemeinsam sparten die Einrichtungen 700 000 Kilowattstunden Heizenergie, 100 000 Kilowattstunden Strom und 3,6 Millionen Liter Wasser ein und ersparten dem Klima damit mehr als 166 Tonnen Kohlendioxid.

“Wir freuen uns, dass das Projekt so viele Kinder motiviert, sich nachhaltig für den Klimaschutz zu engagieren”, so Heiner Bruns bei der Feierstunde. Er sprach ganz besonders den Projektbetreuerinnen und -betreuern seine Hochachtung aus. “Ohne Ihren kontinuierlichen Einsatz könnten wir nicht so hervorragende Ergebnisse erzielen.”

Das Projekt “Energie- und Abfallsparen an Schulen und Kindertagesstätten” gibt es bereits seit 1998 in Münster. Während sich die Prämien zunächst ausschließlich aus der Höhe der Einsparungen ergaben, werden inzwischen auch Energiespar-Aktivitäten wie zum Beispiel Aktionstage in die Bewertung einbezogen. “So profitieren von dem Projekt weiterhin auch Einrichtungen, die schon lange dabei sind und nur noch ein geringes Einsparpotential haben”, erläutert Projektleiterin Anja Karner vom Amt für Grünflächen und Umweltschutz.

Um die Einstellung und Wartung der technischen Geräte in den Schulen und Kitas kümmert sich Thomas Werner vom Amt für Immobilienmanagement. Er liefert auch die notwendigen Verbrauchsdaten für die Auswertung. Dabei steht für ihn allerdings außer Frage, dass der technische Teil nur ein Aspekt ist: “Wir können die Anlagen noch so optimal einstellen, wenn nach Unterrichtsende die Fenster nicht geschlossen werden, nützt das nur wenig. Wir sind also ganz klar auf die Unterstützung der großen und kleinen Energiewächter in den Schulen und Kitas angewiesen.”

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