Gesundes Trinkwasser braucht gute Leitungen

Teilen heißt kümmern!

Münster / Wohnen. Wer baut oder saniert, sollte mit der richtigen Hausinstallation dafür sorgen, dass nur gesundheitlich einwandfreies Trinkwasser aus der Leitung kommt. "Falsche Materialien für Rohrleitungen können die Gesundheit gefährden", warnt Kirsten Schenck-de Boer vom Gesundheitsamt der Stadt. So können beispielsweise zu hohe Kupferkonzentrationen im Trinkwasser bei Säuglingen zu Leberschäden führen und bei Erwachsenen noch Brechreiz hervorrufen. Fakten zu Materialien und Risiken hat die Diplom-Biologin aus der Abteilung "Infektionsschutz und Umwelthygiene" in der Broschüre "Auch eine Frage der Leitung: Gesundes Trinkwasser" zusammengefasst.

Gesundheitsamt Münster berät zur Hausinstallation

Die letzten Meter vom Hausanschluss bis zum Wasserhahn können die Qualität des Trinkwassers noch erheblich beeinflussen. Steht es zu lange im Leitungssystem oder ist die Warmwasserversorgung überdimensioniert, kann das Wasser mit gesundheitsschädlichen Legionellen verkeimen. Aus Wasserrohren werden außerdem immer Metalle und andere Stoffe gelöst – welche und wie viel, hängt vom Material der Leitung, der Standzeit und der Beschaffenheit des Wassers ab.
Bevor Installationen vorgenommen werden, sollte man sich immer von den Stadtwerken Informationen über die Wasserwerte geben lassen. Wer Trinkwasser aus einem eigenen Hausbrunnen fördert, lässt es von einem dafür zugelassenen Labor analysieren und bespricht das Ergebnis gegebenenfalls mit dem Gesundheitsamt. Das ist vor allem auch sinnvoll, bevor man aufwändige und teure Aufbereitungsanlagen installieren lässt.

Broschüre gibt Tipps und Infos zu Wasserleitungen

Weitere Tipps und Ansprechpartner finden sich in der aktuellen Broschüre, die in der Münster-Information im Stadthaus 1 und im Kundenzentrum im Stadthaus 3 ausliegt. Wer zu diesem Thema Fragen hat, kann sich auch an das Umweltmedizinische Telefon des Gesundheitsamtes wenden (Tel. 4 92-53 33).
Was bei Wohnhäusern zutrifft, gilt erst recht für öffentliche Gebäude wie Krankenhäuser, Altenheime, Kitas, Turnhallen oder Schulen: Die Trinkwasserverordnung verpflichtet die Eigentümer und Betreiber, an allen Hähnen, Duschen, Badewannen etc. für einwandfreies Wasser zu sorgen. Das kann etwa bedeuten, dass das Leitungswasser in den Ferien regelmäßig auszutauschen ist, wenn es längere Zeit steht. Wie vom Gesetz vorgegeben, hat das Gesundheitsamt die Installationen von öffentlichen Gebäuden untersuchen lassen und dafür gesorgt, dass Grenzwerte nicht überschritten werden.