Wirtschaft und Wirtschaftspolitik

Vom Fortschritt der Forschung profitieren auch Unternehmen in Münster

21 Dez , 2006  

Münster. Wenn ESA-Astronaut Thomas Reiter am morgigen Freitag auf der Erde landet, kann die Bilanz der ISS-Mission nur positiv ausfallen: Reiters sechsmonatiger Aufenthalt im All ist für die Forschung ebenso ein Gewinn wie für Unternehmen, die mit ihren Produkten an Bord der Internationalen Raumstation vertreten sind.   Das geht aus einer Pressemeldung des Wirtschaftsinformationsdienstes Münster vom 21.12.2006 hervor.

Für Sicherheit: Armacell

Im Auftrag der NASA trägt die Armacell International GmbH mit Holding-Sitz in Münster zur Sicherheit der Astronauten bei. Lebenswichtige Versorgungsleitungen auf der ISS sind mit einem Produkt des auf Dämmstoffe spezialisierten Unternehmens isoliert. Der Hase Felix aus dem münsterischen Coppenrath Verlag hat Reiter leibhaftig einen Besuch auf der ISS abgestattet. Eine Weltraum-Mission dieser Art dient Unternehmen daher auch zur Leistungsschau bzw. Darstellung ihrer Produkte. Im Falle von Armacell bedeutet der erforderliche, extrem hohe Grad an Funktionssicherheit der Komponenten einen Imagegewinn und kann damit natürlich auch lukrative Aufträge mit sich bringen. "Unsere im Handel zu erwerbenden Isolierungen, die auf der ISS eingebaut sind, kommen auch auf der Erde weltweit zum Einsatz.

Auch im Haushalt und in der Industrie 

Technische Lösungen, die extremen Bedingungen im Weltall standhalten, funktionieren auch im Haushalt und in der Industrie und zählen hier mittlerweile zum Standard", erklärt Ulrich Weimer, Präsident von Armacell. Das Modul "Destiny" ist das Herzstück der Internationalen Raumstation. Hier arbeitete Reiter an medizinischen, biologischen und ökologischen Experimenten. Für die ISS übernimmt "Destiny" unter anderem auch Funktionen, die für den Aufenthalt der Astronauten lebenswichtig sind. Das Modul versorgt die gesamte Raumstation mit Atemgasen, steuert die Temperatur und die Druckverhältnisse der Luft und ist somit für das Klima der Raumstation verantwortlich. Außerdem erledigt "Destiny" das Wasserrecycling auf der ISS. Für diesen Zweck ist das Modul mit einem in sich geschlossenen Klimatisations-System inklusive Wassertanks, Wasserleitungen und Ventilen ausgestattet. Um die Entstehung von Kondenswasser zu vermeiden und die Mediumtemperatur zwischen 4 bis 7 Grad Celsius zu halten, wurden die Kühlwasserleitungen der Klimaanlage mit dem Armacell-Produkt Armaflex gedämmt. Das besondere an diesem Dämmstoff: Er ist neben seiner extremen Funktionssicherheit auch so flexibel, dass er sich perfekt den eng gewundenen Edelstahlschläuchen anpasst.

Tierischer Besuch

Inhalte

In Reiters Gesellschaft befand sich auch Hase Felix aus dem Coppenrath Verlag.

Der bei Kindern sehr beliebte, abenteuerlustige Protagonist aus vielen Büchern, die in 25 Sprachen übersetzt und in einer weltweiten Auflage von 7 Millionen Exemplaren verkauft wurden, startete im Oktober an Bord der Progress-Rakete vom russischen Weltraumbahnhof. Bereits vor Jahren hat die Kinderbuchautorin Annette Langen für Recherchen Gespräche mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) und der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) geführt. Dass bei Felix nichts unmöglich ist, zeigt, dass er nun wirklich an Bord der ISS war. Ob der Hase zusammen mit Reiter zurückkehren wird, steht noch nicht fest.

(Visited 25 times, 1 visits today)


Kommentar verfassen

banner