Stiftung WWU fördert Nachwuchswissenschaftlerinnen Drei neue Stipendiatinnen des Programms "WiRe – Women in Research" beginnen ihre Forschungen an der WWU

Stiftung WWU fördert Nachwuchswissenschaftlerinnen Drei neue Stipendiatinnen des Programms "WiRe – Women in Research" beginnen ihre Forschungen an der WWU
Alumnitag 2018 der WWU Münster im Fürstenberghaus. Foto: A. Hasenkamp.

Münster (WWU). Drei internationale Nachwuchsforscherinnen haben ihre Stipendienurkunden des Programms „WiRe – Women in Research“ von Prof. Dr. Berthold Tillmann, Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung Westfälische Wilhelms-Universität Münster (WWU) und Oberbürgermeister a. D. der Stadt Münster, erhalten. Die Stiftung WWU fördert das Stipendienprogramm mit einem Betrag von 20.000 Euro. Durch diese Unterstützung können die Kirchenhistorikerin Dr. Giulia Marotta aus Italien, die Geoinformatikerin Dr. Rehana Shrestha aus Nepal und die Mikrobiologin Dr. Maria Laura Ferreira aus Argentinien nun für mehrere Monate in Münster forschen.

„Ich freue mich außerordentlich, dass die Stiftung WWU auf diese Weise einen Beitrag zur Nachwuchsförderung, zur Unterstützung junger Forscherinnen und zugleich zur Internationalisierung der WWU leisten kann“, betonte Berthold Tillmann. „Mit ihren Forschungsthemen und ihrer internationalen Perspektive bereichern die Stipendiatinnen die Universität.“

Die Verleihung der Urkunden fand am 6. Dezember beim ersten „WiRe-Networking-Brunch“ für Postdoktorandinnen statt. Prof. Dr. Maike Tietjens, Prorektorin für strategische Personalentwicklung, hieß die Anwesenden willkommen. Maria Homeyer vom Welcome Centre des International Office informierte über Organisation und Fördermöglichkeiten von internationaler Mobilität. Anschließend bestand die Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen und zum Austausch. Die sechs derzeit an der WWU forschenden WiRe-Stipendiatinnen stellten ihre Projekte vor.

Zum Hintergrund:

„WiRe – Women in Research“ ist ein Stipendienprogramm für internationale Forscherinnen nach der Promotion. Es wurde im Rahmen des Ideenwettbewerbs „Internationales Forschungsmarketing“ von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und mit dem Gleichstellungspreis 2017 der WWU ausgezeichnet.

Das Projekt wurde vom International Office der WWU Münster konzipiert und soll ideale Strukturen, Fördermöglichkeiten, Karriereentwicklungschancen und Forschungsbedingungen für exzellente internationale Nachwuchswissenschaftlerinnen schaffen. Die Stipendien bieten den Geförderten die Möglichkeit, für bis zu sechs Monate in Münster zu forschen. Durch einen Familienbonus, Mentoring, Förderungen von Konferenzbesuchen und weitere Angebote berücksichtigt WiRe die Herausforderungen, die insbesondere Forscherinnen bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie meistern müssen. Ein wichtiger Baustein des Projekts ist eine authentische, auf die jeweilige Forscherin und ihr Forschungsprojekt abgestimmte Kommunikationsstrategie, mit der sie ihre Forschungsinhalte einer breiteren Öffentlichkeit vermittelt. Diese Strategie nimmt die Nachwuchswissenschaftlerinnen als Vorbilder in den Blick und macht die exzellenten Forschungsmöglichkeiten an der WWU sichtbar.

Das Programm stößt international auf große Resonanz. Seit der ersten Ausschreibung im Mai 2018 gewann es kontinuierlich an Bekanntheit, was sich durch zahlreiche Bewerbungen aus der ganzen Welt zeigt.

Die Stiftung WWU (gegründet 2009) fördert Forschung, Nachwuchsförderung und Wissenstransfer an der Universität Münster und ermöglicht damit besondere Projekte, die ohne diese Unterstützung nicht möglich wären. Die Arbeit der Stiftung stützt sich auf Spenden und Zustiftungen privater Förderer.

Die Stipendiatinnen:

Dr. Giulia Marotta (Italien), Kirchenhistorikerin, forscht bei Prof. Dr. Judith Könemann am Centrum für Religion und Moderne zu historischen katholischen Frauenpersönlichkeiten. Ihr Forschungsprojekt an der WWU ist „Catholic women and the writing of history: the case of Maude Petre and the narrative of modernism“.

Dr. Rehana Shrestha (Nepal), Geoinformatikerin, forscht bei Prof. Dr. Christian Kray am Institut für Geoinformatik dazu, wie Städte durch technische und infrastrukturelle Maßnahmen zu gesünderen Lebensräumen werden können. Ihr Forschungsprojekt an der WWU ist „From ’smart cities‘ to ‚ordinary smart cities‘: Understanding socio-technical assemblages for creating healthy and liveable cities“.

Dr. Maria Laura Ferreira (Argentinien), Mikrobiologin, forscht bei Prof. Dr. Bodo Philip am Institut für Molekulare Mikrobiologie und Biotechnologie im Bereich der Umweltmikrobiologie. Ihr Forschungsprojekt an der WWU ist „Attachment characterization of bacteria isolated from freshwater to chitin and plastic material, and their potential microbial biofilm formation on microplastic“.

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