Münster bleibt auf Wachstumskurs 307 842 Einwohner am Jahresende 2016 / 0,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor

Zuletzt aktualisiert 19. März 2018 (zuerst 21. Februar 2017).

Münster (SMS) 307 842 Münsteranerinnen und Münsteraner waren am 31. Dezember 2016 mit ihrem Wohnsitz in der Stadt gemeldet. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg der Einwohnerzahl in Münster um 2607 Personen oder 0,9 Prozent. Die Statistiker im Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung der Stadt Münster haben das Melderegister ausgewertet und legen jetzt detaillierte Ergebnisse für die Gesamtstadt, die 45 Stadtteile und die sechs Stadtbezirke sortiert nach Altersgruppen, Geschlecht und Staatsangehörigkeit vor. Dabei blicken sie auch auf die letzten 20 Jahre zurück.

Der Anteil der jungen Münsteranerinnen und Münsteraner bis 19 Jahre an der Gesamtbevölkerung hat sich in den letzten zwanzig Jahren kaum verändert. Er lag 1996 bei 17,7 Prozent und erreichte 2016 17,8 Prozent; ein Wert, der unter anderem die Attraktivität Münsters als Ausbildungs- und Studienort widerspiegelt.

Doch auch eine Universitätsstadt altert, das zeigt sich in der Entwicklung der höheren Altersgruppen. Während der Anteil der 60-Jährigen und älter vor 20 Jahren noch bei 19,1 Prozent lag, liegt er heute bei 22,3 Prozent. Dabei fällt der Anteil in den Stadtteilen deutlich unterschiedlich aus. So reicht er von 9,2 Prozent im Stadtteil Bahnhof bis zu 34,3 Prozent in Hiltrup-Ost.

Jeder zehnte Münsteraner mit ausländischem Pass

Interessant ist auch die Auswertung der Staatsangehörigkeiten. So besaß jeder zehnte Münsteraner am Jahresende 2016 einen ausländischen Pass. Während vor 20 Jahren der Ausländeranteil bei 7,4 Prozent lag, weist er zum Jahresende 2016 einen Wert von 10,1 Prozent auf. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Anzahl der nichtdeutschen Bevölkerung um 1647 Personen. Damit lebten 31 198 ausländische Personen zum Jahresende 2016 in Münster. In den 45 Stadtteilen variiert der Ausländeranteil zwischen 24,4 Prozent in Berg Fidel und 5,1 Prozent in Kreuz. In den Stadtteilen Gievenbeck und Gremmendorf-West, in denen es Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge gibt, ist der Anteil der Ausländer gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Dies lässt die Vermutung zu, dass viele geflüchtete Menschen mittlerweile an andere Standorte in der Stadt umgezogen sind.

Mehr, bunter, älter – demografischer Dreiklang

Mehr, bunter, älter – mit diesem demografischen Dreiklang lässt sich die Bevölkerungsentwicklung in Münster auch weiterhin genau beschreiben. Oberbürgermeister Markus Lewe sieht hier die zentralen Handlungsbedarfe für eine verantwortungsvolle und nachhaltige Zukunft Münsters: „Wohnraumschaffung bei begrenztem Flächenverbrauch, hoher städtebaulicher Qualität und entsprechender Infrastruktur-Ausstattung – so muss die Antwort auf die Herausforderungen der nächsten Jahre aussehen.“ Eine gute Kenntnis der kleinräumigen soziodemografischen Bevölkerungsstrukturen und der Situation vor Ort seien dabei zwingende Voraussetzungen für eine verantwortungsvolle und nachhaltige Stadt- und Quartiersentwicklung.

Die Zahlen, Daten, Fakten zur kleinräumigen Entwicklung der Bevölkerung, auch aufbereitet als Open-Data-Paket, sind abrufbar unter: www.stadt-muenster.de/stadtentwicklung/zahlen-daten-fakten.html

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