Dr. Klaus Tolksdorf neuer Präsident des Bundesgerichtshofs

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Münster / Karlsruhe.   Dr. Klaus Tolksdorf, seit 1999 Honorarprofessor an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der WWU Münster, ist neuer Präsident des Bundesgerichtshofs. Der 59jährige Jurist wurde am 31. Januar 2008 in Karlsruhe in sein neues Amt eingeführt.

Im Rahmen eines Festakts, an dem auch die Rektorin der Universität Münster, Prof. Dr. Ursula Nelles teilnahm, würdigte Bundesjustizministerin Brigitte Zypries ihn für "seinen herausragenden juristischen Sachverstand, seine intellektuelle Schärfe in der Problemlösung, sein Geschick in Verwaltungsangelegenheiten und seine kollegiale Art des Umgangs".

Klaus Tolksdorf  – Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Münster

Klaus Tolksdorf, der am Bundesgerichtshof die Nachfolge des aus Altersgründen ausgeschiedenen Günter Hirsch antrat, war von 1979 bis 1982 als Richter im Hochschuldienst am Kriminalwissenschaftlichen Institut der WWU Münster tätig. Hier wurde er auch im Jahr 1988 mit einer Arbeit über das "Mitwirkungsverbot für den befangenen Staatsanwalt" promoviert.

Neben seiner Tätigkeit als Richter und später als Vorsitzender Richter am Bundesgerichtshof übernahm Tolksdorf ab 1994 einen Lehrauftrag für Straf- und Strafprozessrecht an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Münster.

Für seine wissenschaftlichen Verdienste und sein großes Engagement in der akademischen Lehre wurde er 1999 zum Honorarprofessor ernannt.