CeNTech: NRW-Ministerin Angelica Schwall-Düren besucht Forscher

Dr. Angelica Schwall-Düren, Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen, hat am Samstag, 8. Oktober, Prof. Dr. Meinhard Knoll und sein Team im münsterschen Centrum für Nanotechnologie (CeNTech) besucht. Dabei informierte sie sich über zwei vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung geförderte Projekte und schaute den Wissenschaftlern bei ihrer Arbeit im Labor über die Schulter.rch ein Lesegerät Daten senden können.

"Schöne Beispiele für eine erfolgreiche Verwendung von EU-Geldern"

"Ich will mir ein Bild über konkrete Projekte der aktuellen EU-Förderperiode machen, die 2013 zu Ende geht", sagte die Ministerin. "Da die Debatte über die neue Förderperiode ab 2014 bereits angelaufen ist, ist es für das Land sehr wichtig, sich auch in Zukunft für EU-Fördermittel zum Nutzen der Region und ihrer Bürgerinnen und Bürger einzusetzen. Die Projekte der CeNTech-Wissenschaftler sind schöne Beispiele für eine sinnvolle und erfolgreiche Verwendung von EU-Geldern, da sie innovativ sind und den Wettbewerb stärken."

Mit der Erfindung eines "elektronischen Mindesthaltbarkeitsdatums", das die Haltbarkeit von Lebensmitteln abhängig von der Lagertemperatur anzeigt, hat Prof. Dr. Meinhard Knoll vom Institut für Physikalische Chemie der Universität Münster und vom CeNTech bereits Schlagzeilen gemacht. Inzwischen hat er in einem weiteren Projekt mit seinem Team einen Plastik-Chip entwickelt, der auf einem anderen Funktionsprinzip basiert und wie eine Uhr funktioniert. Dieser sogenannte Open-Monitor zeigt an, wie lange eine Lebensmittelverpackung bereits geöffnet ist. Verschmilzt man beide Funktionsprinzipien, ergeben sie zusammen eine neuartige Elektronik, die ohne Batterie auskommt. "Die Erfindung zeigt, wie nah Grundlagenwissenschaft und Anwendung in der Nanoforschung oft beieinanderliegen", erklärte Prof. Dr. Stephan Ludwig, Prorektor für Forschung der Universität Münster. "Unsere Wissenschaftler tragen durch ihre Arbeit auch zum technologischen Fortschritt bei."

Open-Monitor und elektronisches Mindesthaltbarkeitsdatum

Der Open-Monitor wird beim ersten Öffnen einer Lebensmittelverpackung automatisch gestartet. Auf einem Mini-Display zeigt er an, wie viel Zeit seit der Öffnung vergangen ist. Während der Open-Monitor die Zeit genau misst, berücksichtigt das elektronische Mindesthaltbarkeitsdatum neben der Lagerzeit auch die Temperatur. Wird zum Beispiel die Kühlkette beim Transport in den Supermarkt unterbrochen, zeigt es dem Kunden an, wenn ein Produkt nicht mehr frisch ist. Der Open-Monitor ist für Lebensmittel gedacht, die nach dem Öffnen der Verpackung nur eine begrenzte Lebensdauer besitzen, zum Beispiel H-Milch oder Fruchtsaft. Das elektronische Mindesthaltbarkeitsdatum eignet sich besonders für verderbliche Waren, die gekühlt werden müssen. Ein Einsatz beider Systeme ist nicht nur im Lebensmittel-Bereich denkbar, sondern zum Beispiel auch bei Medikamenten oder Impfstoffen.

Die "Elektronik ohne Batterie"

Kern der sogenannten Nanofilmprozessoren ist eine dünne Folie, die mit speziellen Nanomaterialen beschichtet ist. Durch spezifische elektrochemische Prozesse kommt es zu Veränderungen innerhalb der Materialschichten. Diese Veränderungen können auf Mini-Displays sichtbar gemacht werden, sodass sie beispielsweise den Ablauf der Zeit anzeigen.

Für das System gibt es viele Anwendungsmöglichkeiten. Zum Beispiel könnte es für Zugangsausweise mit zeitlich begrenzter Gültigkeit eingesetzt werden oder in "Radio-frequency identification"-Systemen (RFID). Ein solches System besteht aus einem Transponder, der Signale aussenden kann, und einem Lesegerät, das die auf dem Transponder gespeicherten Daten erfasst. Die Chip-Kennzeichnung von Haustieren etwa funktioniert nach diesem Prinzip. In der Regel versorgt das Lesegerät den Transponder mit Energie. Die neue Technologie macht nun "aktive" Miniatur-Transponder möglich, die ohne Batterie und ohne Aktivierung du

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