Deutsche Verkehrswacht appelliert: ‚Winterreifenpflicht‘ ist Beitrag zur Verkehrssicherheit

Bonn, 20.12.2005. Am morgigen Mittwoch, 21. Dezember 2005, soll der Bundesrat über die Verpflichtung zu einer an die Wetterverhältnisse angepassten Pkw-Bereifung entscheiden. Die Deutsche Verkehrswacht appelliert an den Bundesrat, dem Vorschlag zuzustimmen und die verkürzt als Winterreifenpflicht bezeichnete Festschreibung in der Straßenverkehrsordnung zu beschließen, da diese einen ganz konkreten Beitrag zur Verbesserung der Verkehrssicherheit leistet.

Damit die Vorschrift auch greifen kann, sollten zeitnah präzise Vorgaben erarbeitet werden, damit alle Autofahrer wissen, wie die dann verpflichtende geeignete Bereifung aussieht.

Obwohl der Winter in den meisten Regionen Deutschlands oftmals nur ein kurzes Gastspiel gibt, ist die Zahl der Unfälle aufgrund von Schnee und Eis erschreckend hoch: Bei allen Unfällen, die auf die Straßenverhältnisse zurückzuführen sind, passierte annähernd die Hälfte auf schnee- und eisglatter Fahrbahn. Weit über 9.000 Unfälle mit Personenschäden und fast 200 Tote aufgrund von Schnee und Eis verzeichnet das Statistische Bundesamt allein für das Jahr 2004.

'Jeder, der ohne angemessene Winterausrüstung bei Schnee und Eis mit dem Pkw unterwegs ist, setzt leichtfertig sein Leben aufs Spiel und das der anderen Verkehrsteilnehmer', erklärt Heinz Hardt, Präsident der Deutschen Verkehrswacht. 'Um ein deutliches Zeichen zu setzen, wie wichtig die Winterausrüstung des Pkw für die Verkehrssicherheit ist, sollte der Bundesrat die so genannte Winterreifenpflicht beschließen.'

Unabhängig davon, dass schnellstmöglich eine präzise Definition dafür erarbeitet werden muss, was unter der Formulierung 'geeignete Bereifung' zu verstehen ist, appelliert die Deutsche Verkehrswacht an alle Autofahrer, in der kalten Jahreszeit mit Winterreifen zu fahren. Neben der Erhöhung der Verkehrssicherheit würden hierdurch vielen Autofahrern auch die alljährlich wieder zu verzeichnenden kilometerlangen Staus erspart bleiben, die auf nicht angepasste Bereifung bei Schnee und Eis zurückzuführen sind.

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