Agentur für Arbeit und Stadt Münster: gemeinsames Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm Integration und Förderung für Flüchtlinge über institutionelle Grenzen hinweg

Zuletzt aktualisiert 17. März 2018 (zuerst 12. April 2016).

Münster (SMS) Die Agentur für Arbeit Ahlen-Münster und das Jobcenter der Stadt Münster legen ein gemeinsames Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm für Flüchtlinge auf. Beide Einrichtungen betreuen die geflüchteten Menschen bei der Arbeitsmarktintegration zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Deshalb verzahnen sie ihre Angebote und stimmen die Förderung so miteinander ab, dass der Prozess der Integration in Ausbildung und Arbeit auch beim Wechsel der Zuständigkeit von der Arbeitsagentur zum Jobcenter nahtlos weiterläuft.

Ganzheitlicher Ansatz: Integration und Förderung für Flüchtlinge über institutionelle Grenzen hinweg

Oberbürgermeister Markus Lewe und Joachim Fahnemann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster, stellten dazu am 11. April eine Kooperationsvereinbarung vor. Mit dem Thema wird sich am 13. April der Sozialausschuss der Stadt befassen.
Für die soziale Integration der geflüchteten Menschen mit Bleibeperspektive spielen Ausbildung und Arbeit eine zentrale Rolle, sind sich Stadt und Arbeitsagentur einig. Beschäftigung sei der beste Weg, um gesellschaftliche Integration und ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen und gleichzeitig staatliche Unterstützungsleistungen zu vermeiden und zu verringern, stellt das Programm fest.
Rechtlich ist zunächst die Agentur für Arbeit für die Arbeitsmarkt-Betreuung von Flüchtlingen zuständig. Mit der positiven Entscheidung über den Asylantrag wechselt die Zuständigkeit zum städtischen Jobcenter. „Unser gemeinsames Programm verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz. Er gewährleistet, dass von der Agentur begonnene Integrationsstrategien und Förderplanungen vom Jobcenter nahtlos übernommen und weitergeführt werden“, sagte Joachim Fahnemann.
Das wird immer mehr Menschen zugute kommen. Aktuell betreut das städtische Jobcenter 1229 Migranten mit hoher Bleibeperspektive. Darunter sind 398 geflüchtete Menschen, die seit Anfang 2015 in die Zuständigkeit der städtischen Einrichtung gewechselt sind.

Gemeinsamer Integration Point von Stadt und Arbeitsagentur in der Erstaufnahme für Flüchtlinge in der Oxford-Kaserne

„Wir wollen so nahtlos kooperieren, dass die betroffenen Menschen überhaupt nicht bemerken, dass der Träger gewechselt hat“, sagte OB Lewe. Zugleich setze das Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm auch die Tätigkeit des gemeinsamen Integration Point von Stadt und Arbeitsagentur in der Erstaufnahme für Flüchtlinge in der Oxford-Kaserne konsequent fort. Sowohl im Integration Point als auch im vorliegenden Programm sei die Zusammenarbeit mit weiteren wichtigen Akteuren auf den Feldern Beschäftigung, Ausbildung und Qualifizierung gesichert.
Das Programm betont die elementare Bedeutung der frühzeitigen und nachhaltigen Beratung und Förderung der Flüchtlinge, um mittelfristig möglichst viele erfolgreich in Ausbildung und Arbeit zu integrieren. Das eröffne zugleich die Chance, einen Beitrag zur Deckung des Fachkräftebedarfs auf dem Arbeitsmarkt zu leisten. Das Programm nennt dazu ein Bündel von Maßnahmen zur Berufsvorbereitung, zur beruflichen Qualifizierung und für Arbeitsgelegenheiten in Übergangszeiten.

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