Wirtschaft

Berufsinformationsmesse ist handfeste Kontaktbörse

14 Nov , 2006  

 Münster-Wolbeck. Emsig und voll wie in einem Bienenstock ging es bei der Berufsinformationsmesse im Schulzentrum Wolbeck zu. Schon vor der Eröffnung hatten sich das Pädagogische Zentrum und das Foyer der Realschule am Montagabend, 14.11.2006, gefüllt.


Mit Fragebögen als Leitfäden in der Hand folgten viele Schüler vor allem der Realschule und der Hauptschule dem Motto „Entdecke deine Möglichkeiten“. Die Fragebögen haben ihren Grund, so Sigrid Mathia-Noreikat, Leiterin der Realschule. „Die Firmen wollen bei einer Bewerbung wissen, warum man gerade zu ihnen will.“ Das nötige Wissen können sich die Schüler bei der Messe holen.

Starker Zuspruch von Firmen, Eltern und Schülern im Wolbecker Schulzentrum

André Weinert, Konrektor der Realschule, eröffnete diese vierte Berufsinformationsmesse  mit Dankesworten an die Organisatoren und die teilnehmenden Organisationen aus Münster und dem Kreis Warendorf. Seit 1998 organisiert die Elternpflegschaft der Realschule Wolbeck die Messe, in diesem Jahr Renate Wöhlermann, Christiane Vogelsang und Claudia von Nago.
Zu entdecken gab es viel. Elf Berufskollegs präsentierten sich im Foyer der Realschule. Auch Eltern umlagerten die Stände und wollten etwa wissen, wie es um die Chancen von Ingenieuren steht. Im Pädagogischen Zentrum standen die Stände, teils bescheiden, teils aufwändig gestaltet, von Wirtschaftssorganisationen wie der IHK und des Gewerbevereins Wolbeck über kleine und große Firmen wie Winkhaus und Humana und Bildungsanbieter bis hin zur Bundeswehr.

Breite Palette an Ausbildungsberufen

60 Ausbildungsberufe konnte der Soldat vor der bunten Indianer-Werbewand bieten. Und einigen fragenden Mädchen mitteilen, dass sie bei gleichen Leistungen bei der Bundeswehr sogar bessere Chancen hätten als Männer. Heinz Geldermann von der Westfälischen Klinik Lengerich des Landschaftsverband Westfalen-Lippe vermittelte das gewandelte Profil der Patientenbetreuung. Meist sind es eher die Mädchen, die hier Interesse zeigen.

Frühe Vorbereitung auf Praktika und Ausbildung gemeinsam mit Firmen

Bei Real- und Hauptschule ist es normal, in der achten Klasse mit der Vorbereitung auf Praktika und Ausbildung zu beginnen. Und es ist notwendig, unterstrich Andre Weinert. Die Vorlaufzeiten für ein Praktikum sind meist deutlich länger als ein Jahr. Mehrere Firmen beginnen früh damit, mit den Schülern Vorstellungsgespräche zu simulieren. Schnell und geradlinig wünsche sich die Wirtschaft die Ausbildung, betonte Bernd Heide, Lehrer an einem Berufskolleg. Er sieht hier neue Chancen für die Berufskollegs, die nun auch den Weg zum Master-Abschluss öffnen.
Dass die Messe sich für die Aussteller lohnt, zeigt auch das Beispiel Armacell. Nach der ersten Beteiligung 2004 war die Firma am Montag wiederum mit einem großen Stand und sechs Mitarbeitern dabei und lockte mit funktionierenden Maschinen aus der Lehr-Werkstatt. Für den Beruf von Sergej Wolf, Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuk, fand sich starkes Interesse. Gleich morgen wollten zwei Interessenten Bewerbungen schreiben. Die Firma hatte schon etliche Praktikanten und Auszubildende aus Wolbeck.

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