Münster Flächen Vermessung

Teilen heißt kümmern!

Münster. Keine Frage, es geht voran: Zwar langsam, aber dafür stetig wächst Münsters Fläche. Immerhin 0,9 Hektar sind nach den aktuellen Berechnungen des städtischen Vermessungs- und Katasteramtes im Jahr 2008 hinzugekommen. Damit umfasst das Stadtgebiet jetzt 302 925 154 Quadratmeter (rund 302,9 Quadratkilometer). Allerdings nur auf dem Papier, denn an den Außengrenzen der Stadt wird natürlich nicht gerüttelt. Der aktuelle "Flächengewinn" geht vor allem auf Neuvermessungen in Wolbeck im vergangenen Jahr zurück. Das teilt das Presse- und Informationsamt der Stadt Münster am 02.02.2009 mit.

Veränderungen in Münsters Süden und Osten erwartet

Heute sind dank modernster Technik millimetergenaue Messungen auch auf größere Entfernungen möglich. Das war in den Zeiten der Urvermessung zu Beginn des 19. Jahrhunderts ganz anders. Als damals für die Erhebung der Grundsteuer im Rheinland und in Preußen eine komplette Vermessung aller Grundstücke angeordnet wurde, arbeiteten die Vermesser mit Messketten, die nur eine Genauigkeit von plus / minus 37 Zentimetern zuließen. Das entsprach einem Zehntel einer preußischen Rute. Wichtig sind die Neuvermessungen für verbesserte Kartengrundlagen und den gesicherten Verlauf von Grundstücksgrenzen, die zum Teil seit 200 Jahren oder länger unverändert bestehen. An den Stadtgrenzen ändern sie jedoch nichts. "Vor allem in Münsters Süden und Osten gibt es noch zahlreiche Fluren aus der Urvermessung, so dass wir auch für die nächsten Jahre noch mit Flächenänderungen auf dem Papier rechnen", erläutert Karl Wendland, Leiter der städtischen Katasterabteilung.

Liegenschaftskataster verzeichnet Flurstücke

Genau 98 462 Flurstücke umfasste das Liegenschaftskataster Ende 2008. "Die Flurstücke sind sehr unterschiedlich groß", berichtet Karl Wendland. "Einige sind kleiner als ein Quadratmeter, andere größer als ein Quadratkilometer. Das größte Flurstück in Münster ist ein Waldflurstück im Wolbecker Tiergarten." Neben der Gesamtfläche des Stadtgebietes werden jährlich auch die verschiedenen Nutzungsarten der Flächen ermittelt. Daraus ergibt sich, dass etwas weniger als die Hälfte des Stadtgebietes landwirtschaftlich genutzt wird (141 Quadratkilometer). 19 Prozent entfallen auf bebaute Grundstücke (59 Quadratkilometer), weitere 48 Quadratkilometer werden von Wald bedeckt und für Verkehrsflächen werden 26 Quadratkilometer benötigt. Von den sieben Quadratkilometern Gewässerfläche gehören allein 2,3 Quadratkilometer zum Dortmund-Ems-Kanal. Der landesweite, amtliche Nutzungsartenkatalog umfasst über 250 verschiedene Nutzungsarten. Bei einigen Rubriken muss Münster allerdings nach wie vor passen: Es hat weder eine Weingarten- noch eine Hopfen-Fläche zu bieten, zumindest nicht im Kataster.