Zweiter SinnesWandel am Angelpfad bietet reichlich Kreatives für die Sinne

Teilen heißt kümmern!

Münster-Wolbeck. Bis in den frühen Nachmittag mussten die Veranstalter des zweiten Wolbecker „SinnesWandels“ am Angelpfad an der Münsterstraße bangen – dann ging der Regen und die Gäste kamen. Und blieben lange. [mit Fotos zu SinnesWandel 2010 und Picknick]

Vorhang auf! – am Eingang gingen sie durch ein großes Tuch und bunte Bänder, der Angelpfand, Heimat von Grün, Naturlehrpfad und Ruhe, war wie verwandelt.

Den Angelpfad entlang gab es beim SinnesWandel 2010 viel zu entdecken und selbst zu tun. Aus 15 Anmeldungen bei der Premiere 2008 waren nun 34 geworden, freute sich der Gewerbevereins-Vorsitzende Ralph Koschek, auch wenn zwei Stände nicht erschienen waren. Da wurde jongliert, hier fischte der kleine Tim im Sand nach Muscheln mit – echten – Perlen, da konnte man seine Koordination von Hand und Auge testen oder das Innere von Polstern befühlen, etwa Rosshaar oder gedrehtes Bananen-Blatt. Da wurde geschminkt, dort Leinwand bemalt oder Haar gestylt, dort hatten sich Wolbecker Experten für Wellness und Gesundheit zusammengefunden. Erstteilnehmer präsentierten sich ebenso wie Alteingesessene Geschäfte. Speckstein bearbeiten, Farben fühlen, den Beruf zu  nur erfühlten Geräten erraten oder Unterhaltung für Hunde – die Gewerbetreibenden und Vereine wie der Ökumenische Eine-Welt-Kreis zeigten sich einfallsreich. Gesichtslos  Kommerzielles: Fehlanzeige.
Mancher Anbieter konnte sich freuen, dass er als Quelle entdeckt wurde, ob für Hip-Hop oder für Lilien, und die Gäste ankündigten, nächste Woche in den Laden zu kommen (den mit Cola-Kraut und Lakritz-Tages, wegen der Lilien).
28 große Schritte lang bot ein „Sinnesgarten“ Barfußläufern Abwechslung von Steinchen über Bambus bis zum Rasen. Davon hatte der Dreijährige Colin auch nach elf Gängen noch nicht genug.
Dicht umringt waren die Tänzerinnen und die Hip-Hopper von Thomas Schmehl alias Topze vor dem Achatius-Haus.
Auch von der Brücke nahe „Tripps Hügel“ gab es wieder etwas Besonderes zu sehen – auf Holz-Quadraten schwimmende Blüten, zunächst aufgehalten von einer Sperre der Freiwilligen Feuerwehr, bahnten sich um die Wette den Wasserweg zum Ziel – strahlend farbenfrohe Tupfer auf der Angel.
„Bringt doch die Blumen ins Achatius-Haus!“: Christiane Schild strahlt kurz vor Schluss des SinnesWandels, und Tim Hoffmann, Malte Mentrup und Mark Schild sammeln noch mehrere Dutzend der Blumen mit den großen Blüten zum Verteilen ein.
„Es waren immer Leute am Stand“, resümierte Alexandra Johann am späten Nachmittag zufrieden den Zuspruch zum Sinneswandel 2010.

Fotos zu SinnesWandel 2010 und Picknick siehe unter Kategorie: Wolbeck