Zurück aus Nigeria: Spenden von Wolbecker Schülern überreicht

Tief beeindruckt sind die Vertreter des ÖWK St. Nikolaus, Ingrid Sieverding und Christoph Roer, von ihrer Reise nach Nigeria zurückgekehrt. Wieder einmal war die Reise auch ein Abenteuer, denn bei ihrer Ankunft in Lagos, wo eine Zwischenübernachtung vorgesehen war, war niemand am Flughafen, um sie abzuholen.

Ob es sich um ein Missverständnis gehandelt hatte oder ob man sie einfach vergessen hatte, ließ sich im Nachhinein nicht genau klären, berichtet Sieverding. Dank der Hilfe eines jungen Nigerianers, der die notwendigen Telefonate für sie führte, nahte schließlich nach drei Stunden die Rettung. Und das alles am späten Abend, in der Dunkelheit und als einzige Weiße weit und breit. Die weitere Reise verlief dann jedoch ohne weitere Komplikationen.

Besuch im Bistum Umuahia

Als erstes besuchten  Sieverding und   Roer das Bistum Umuahia, das seit 18 Jahren Entwicklungspartner des ÖWK ist und wo bereits sechs Gesundheitsstationen gebaut wurden. Am 6. Dezember konnten sie dort auf Einladung von Bischof Lucius an den Feierlichkeiten zum 50. Bistumsjubiläum teilnehmen konnten. 22 Bischöfe und der Apostolische Nuntius von Nigeria nahmen u.a. an dem beeindruckenden Festgottesdienst in der Kathedrale Mater Dei teil, der durch Chorgesänge und singende und tanzende Gläubige zum besonderen Erlebnis wurde. Bei der Begrüßung erwähnte Bischof Lucius die deutschen Gäste namentlich und dankte ihnen für das langjährige Engagement des ÖWK in seiner Diözese.

Ahiara: Schulleiter erhält Spenden vom Gymnasium Wolbeck

Am nächsten Tag reisten die Vertreter des ÖWK nach Ahiara weiter, wo sie von Bischof Chikwe und den Mitgliedern des Baugremiums herzlichst empfangen wurden. Gleich ging es weiter zur Junior Secondary School Pope Paul II, die vom ÖWK mit Unterstützung des BMZ gebaut wurde. Obwohl es Sonntag war, waren fast alle Schüler da – mittlerweile besuchen schon 320 Schüler die Schule -, um die Gäste zu begrüßen.   Sieverding und   Roer konnten dem Schulleiter Father Timothy insgesamt 1.500 Euro vom Gymnasium Wolbeck überreichen, das seit einem Jahr eine Schulpartnerschaft mit der Schule unterhält. Die Vorstandsmitglieder des ÖWK nutzten ihren Aufenthalt in Ahiara, um weitere Projekte zu besprechen. Als nächstes ist ein Wohnheim für die Schüler geplant.

Die letzte Etappe war der Besuch von Father Ozioma in Umunumo / Diözese Okigwe. Hier unterstützt der ÖWK im Huckepackverfahren eine Gemeinde aus Süddeutschland, die dort eine Öl- und Getreidemühle bauen will, um den Frauen der umliegenden Dörfer die Arbeit zu erleichtern. Die Frauenvertreter der Dörfer waren gekommen, um die Gäste aus Deutschland zu begrüßen. Als Gastgeschenk hatten sie zweigroße  Schalen mit frischen Früchten wie Ananas, Papaya, Pampelmusen etc. mitgebracht.

Einig sind sich   Sieverding und   Roer darüber, was den nachhaltigsten Eindruck von dieser Reise hinterlassen hat: Es sind die Menschen, es ist ihre Fröhlichkeit und Herzlichkeit, es ist die Lebensfreude, die sie ausstrahlen, ganz egal, unter welchen Umständen – oft sind sie sehr arm – sie leben.

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