Zum Ferienstart wartete Arbeit

Münster. Als am 1. Juli die Ferien in NRW begannen, starteten auch die Austauschschüler vom "Christian Youth Exchange Germany". Aber erst einmal Richtung Österreich.


Kaum war die Schule aus, trafen sich 63 Reisende mit Koffern am Schulzentrum in Münster-Wolbeck: auf zur Vorbereitungsschulung nach Kappl im Paznauntal in Österreich. Mit dabei 24 werdende Austauschschüler der "Class of 2010" aus Münster-Stadt, Everswinkel, Albersloh, Wolbeck, Telgte, Beckum, Ahlen und Köln, einige eigens eingeflogene Lehrer aus den USA und einige in Wolbeck hängen gebliebene Mitglieder des Chors aus Birmingham, Alabama, der im Juni von Wolbeck aus Konzerte gegeben hatte.

Nach langer Anfahrt erreichte die Gruppe ihr bergiges Ziel. In der Nacht hatte man noch flink einen kleinen Snack gereicht, dann schnell die Betten bezogen.

Umstellungen sind anstrengend, dachte man sich wohl, also war am nächsten Morgen das Wecken, wie zur Schulzeit, auf sieben Uhr angesetzt. Dann den ganzen Tag: Lernen! Amerikanische Geschichte, Mathe etc bevor man das Lernen Abends gegen 23 Uhr einstellte.
Aber auch eine Tages-Tour zum "Kapplerkopf" stand am Mittwoch auf dem Programm, weil es mal nicht regnete. Regen hatten die Schüler und Mitgereisten in den Tagen genug bekommen und sogar die Heizung in Gang gesetzt.
"Durch Lernen und Hausarbeiten wie zu Schulzeiten kommt bei den 24 Schülern keine Langeweile auf. Die Stimmung ist auch sehr gut trotz des wenigen Schlafes", berichtet Leiter Martin Schulz.
Auf der Saarbrücker Hütte in 2440 Metern Höhe wurde Gruppenzusammenhalt und Spaß bei Singen und Kartenspielen gepflegt, aber auch weiter gelernt.
Nach drei Berg-Tagen verhalf eine Dusche im Hallenbad in Ischgl zu neuer Lebenskraft. Dann noch ein gemeinsames Abendessen in der Pizzeria, damit die Schüler am Dienstag gegen 23 Uhr ihre Rückreise nach Münster und Umgebung starten konnten. Dort trafen sie am Mittwochmorgen wieder ein.
Am 1. August empfangen sie dann um 15.30 Uhr in St. Nikolaus Wolbeck den Reisesegen; der Abflug in die USA ist für den 4. August gebucht. Worauf sich dem Vernehmen nach die Schüler freuen. Aber die Eltern nicht.