Zum Dom wieder durch Daniel Burens rot-weißes Tor Objekt des französischen Künstlers ist zurück in Münster / Standort erinnert an historischen Übergang zur Domfreiheit

Münster (SMS) Das Tor von Daniel Buren ist nach drei Jahren zurück. Am Dienstag (3. Mai) hat es seinen angestammten Platz im Herzen Münsters wieder eingenommen – über vier Meter hoch, quadratisch und in der vertrauten rot-weißen-Streifenoptik markiert das stählerne Kunstobjekt die Mitte der Domgasse.
Der französische Künstler aus Paris (1938 in Boulogne-Billancourt geboren) hatte seine ortsbezogene Intervention „4 Tore“ vor fast 30 Jahren für die Skulptur Projekte `87 entwickelt – als temporäre Ausstellungsarbeit. Tatsächlich aber blieb von der vierteiligen Arbeit – am Geisbergweg, am Spiegelturm, im Jesuitengang – das Objekt an der Domgasse über Jahrzehnte stehen. Erst 2013 nach einem Routine-Check der Kunstwerke im öffentlichen Raum erfolgte der Abbau, weil Rost und Witterung den Stand nicht mehr garantierten.

Inzwischen ist das Kunstwerk als originalgetreue Nachbildung komplett neu hergestellt. Möglich machte das eine Zusammenarbeit mit Daniel Buren. Eine private Spende sorgte für die Wiederherstellung des Tores.

Zum künstlerischen Hintergrund: Daniel Buren bezieht sich auf das prägende Merkmal der frühen Entwicklung Münsters: Das „monasterium“ als die geistige Keimzelle, die der Stadt ihren Namen gab. Buren wollte mit den gestreiften Toren an die historischen Stellen erinnern, an denen sich früher die Eingänge zur Domimmunität befanden und ihnen durch die farbliche Fassung eine heitere Note verleihen.

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