Zirkus Alfredo zu Gast beim Zirkus Flicflac

Anleitung von der Ring-Expertin für eine Akrobatin des Kinder- und Jugendzirkus Alfredo. Foto: A. Hasenkamp, Fotograf in Münster.

Münster-Hiltrup. Die Jonglier-Keulen und Diabolos fliegen, die Mädchen und Jungen des Kinder- und Jugendzirkus Alfredo dehnen sich, eine schwingt sich in den Ring, eine bekommt Tipps zum Handstand – es ist fast wie sonst beim Freitags-Training. Aber diesmal ist die Bühne rund, über ihr 16 Meter Platz, dramatisches Dunkel umgibt die jungen Artisten, einige Gitterkästen sind ihr Hintergrund und die Tipps kommen von professionellen Artisten auf großer Tournee: Die Hiltruper waren zu Gast beim Zirkus Flicflac auf dem Schlossplatz. Alfredo-Direktor Thomas Egbers hatte Anfang 2016 angefragt bei Flicflac, die Antwort war ein Ja. „Nachwuchs ist wichtig“, sagt Rudi Bauer, Pressesprecher des Zirkus‘ aus Borken.
Für die zwei Trainingsstunden standen drei der Profi-Artisten bereit: Laura Miller, weltweit Spitze am Ring, Nicolai Kuntz, Spezialist für Diabolos und Trapez, dazu Ira Rizaeva, ein Crack unter anderem im Jonglieren.

Training der Alfredos im Zirkus Flicflac in Münster. Foto: A. Hasenkamp, Fotograf in Münster.
Training der Alfredos im Zirkus Flicflac in Münster. Foto: A. Hasenkamp, Fotograf in Münster.

Miller steigt selbst in den Ring, zeigt, wie das Strecken von Beinen und Füßen für Eleganz sorgt: „Das ist schöner“. Auch für die Platzierung des Fußes in der Schlaufe hat sie einen Tipp. „Das ist sicherer“.
Das Training für den Handstand lässt Rizaeva am Boden beginnen, im Liegen. Wichtig ist die Haltung in den Schultern und die Stellung des Ellbogengelenks, legt sie Birte Koling nahe. „Und immer nach oben ziehen“.flicflac-alfredo-zirkus

Hinter der Bühne steht ein großer Eisenkäfig, vor ihm üben die Hiltruper Antipodistinnen, dahinter steht eine ganze Gruppe mit Kuntz und arbeitet mit  Diabolo-Halbkugeln und Handstöcken. Die Grundlage der Hiltruper Gäste sei gut, „man kann darauf aufbauen“. Er erklärt, wie man Schwung geben und herausnehmen kann, aus dem Handgelenk. „Am Anfang ist es besser, mit nur einer Hand Impulse zu geben“, rät er der Hiltruper Trainerin Jenny McNamara. Er zeigt neben den Prinzipien auch einige Tricks. Bald   kreisen rechts und links von ihm Diabolos um ein Bein oder eine Oberarm, als sehr schwierig erweist sich, den Stab mit dem Seil fliegen zu lassen und dann wieder aufzufangen. Acht Jahre übe  er daran, jeden Tag wenigstens eine Stunde. Larissa Brock ist sonst am Trapez unterwegs, mit Gruppen-Akrobatik und Zaubern sowie Jonglage: Ihr Ziel für das einzigartige Gast-Training: „Ich möcht gern in die Diabolo-Nummer reinkommen.“ Einige der Mädchen tauschen sich zwischendurch kurz über die Premiere aus, die sie am Vorabend miterlebt hatten: „Am besten war der Motorrad-Flug.“ Flicflac habe noch ein größeres Zelt, erzählt Bauer auf Nachfrage, womit man aber nicht werbe: Das Wichtigste sei aber die Show.flicflac-alfredo-zirkus
Dann ist das Training zu Ende, die Abendvorstellung rückt näher – Zeit für eine Gruppenfoto und ein lautstarkes Dankeschön an die Artisten von Flicflac. Die Nachfrage bei den Vorstellungen sei groß, sagt Bauer: „Wir hätten noch eine Woche länger in Münster bleiben können.“

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