ZiBoMo kürte Sieger des Gedichte-Wettbewerbs der Nikolai-Schüler / Ein Autor vermisst

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Münster-Wolbeck. „Alles jubelt, keiner murrt“ heißt es in einem der Gedichte, das Schüler der Nikolai-Grundschule in Wolbeck für den Wettbewerb der ZiBoMo geschrieben haben. In den Vorjahren ging es um Malen, Rätsel und um Ordens-Ideen, jetzt war Poesie gefragt.

Jury muss die Schulbank drücken

Gemurrt hat keiner in der Jury, die am Dienstag gemeinsam mit Grundschul-Direktorin Renate Müller die Wettbewerbs-Beiträge sichteten. Aber Kopfzerbrechen bereitet es Hippenmajor Kurt I Bradtke, ZiBoMo-Präsident Gustel Schroer und dem Jugend-Hippenmajor Aljoscha Oberhaus und Luca Homann-Niehoff sowie Steffi Oberhaus schon. Denn zu viele Gedichte finden großen Respekt. „Oh, oh, oh“ entfährt es Bradtke, denn schnell wird bei den Gedichten aus der Jahrgangsstufe 1 klar, dass die Wahl nicht leicht fallen wird. „Ich hätte nicht gedacht“ sagt Schröer, „dass so was dabei herauskommt“. Aus jeder Stufe gingen sechs Gedichte ein. Eigentlich ist es eines mehr, aber das mit hübschem grünem Rand versehene Gedicht lief ohne Namensnennung ein. Die „Ausbeute“ sei „beeindruckend“, sagt die Direktorin, schließlich habe man die Information auch erst nach den Weihnachtsferien verteilt. Die Sonne entpuppt sich in den Texten als beliebter Anknüpfungspunkt, aber auch ZiBoMo-Prominenz taucht immer wieder auf: Die Ziegen, einmal als „stinkende Ziegen“ tituliert, der Hippenmajor, der Jugend-Hippenmajor, die Garde, die Elfen und die Tanzgruppen. Da oder dort hat ein Erwachsener mitgedichtet, meist aber nicht, meint Müller.

Gedichte schön gestaltet

Manche Kinder trumpfen nicht nur mit Texten, sondern auch mit der Gestaltung: Hier ein schöner Rahmen, dort ein in einer Vielzahl von Farben geschriebener Text, da eine Luftschlange. Davon müsse etwas ins das Museum der ZiBoMo, heißt es in der Jury.

Jury achtet auf Klang und Rhythmus

Für die Wertung zählt jedoch der Text, Klang und Rhythmus. Und da ist Originelles zu finden, meint auch der Hippenmajors-Adjutant. Ganz direkt wird der „famose“ Hippenmajor angesprochen („sie möchte hiermit sagen, lass mich bitte auf den Wagen“), und sein Amt erfreut sich großen Ansehens: „Im Traum da stelle ich mir vor, ich wär’ auch gern Hippenmajor“, heißt es in einem Gedicht der Jahrgangsstufe 2. Ein Kenner schreibt: „Im Sommer tut er Gras ausreißen, im Winter dann Kamelle schmeißen.“

Ganz schwierig wird es in der Jahrgangsstufe 3, denn die „sind alle gut“. Lange überlegt die Jury. Viel Vorfreude nicht nur auf fliegende Kamellen spricht aus Gedichten der Jahrgangsstufe 4: „die Ziegen rennen schon im Kreis“, „drei tolle Tage ohne Sorgen feiern wir bis in den Morgen“.

ZiBoMo würdigt Teilnehmer am 24.01.

Die Sieger sind am nächsten Donnerstag (24.01.2008) um 18 Uhr in das ZiBoMo-Museum in der Neustraße eingeladen; dann wird die ZiBoMo bekannt geben, wer mitfahren darf auf dem Wagen des Hippenmajors, der Garde, der Alten Räuber oder auf dem Jugendwagen.