Erste zehn Münsteraner CYE-Austauschschüler heimgekehrt

Zuletzt aktualisiert 7. April 2016 (zuerst 9. Juni 2015).

Nach elf Monaten in den USA kehrten die ersten zehn Münsteraner CYE-Austauschschüler am Samstag zu ihren Familien und Freunden zurück. Zehn Mädchen und Jungen im Alter von 16 bis 18 Jahren sind am vergangenen Samstag nach einem einjährigen High School-Aufenthalt aus den USA zurückgekehrt.

Großer Bahnhof am Flugplatz für CYE-Schüler

Die Austauschorganisation Christian Youth Exchange, Inc. (CYE) hat sich in diesem Jahr für die Rückkehr ihrer Schützlinge einen Begrüßungsempfang der ganz besonderen Art einfallen lassen. So wurden die Jugendlichen von ihren deutschen Paten (Mentoren) vom Flughafen Düsseldorf abgeholt, während ihre Eltern, Großeltern, Geschwister, Verwandten, Freunde und Mitschüler sich am Flugplatz in Telgte versammelten. Der Telgter Flugplatz lieferte bei Sonne und leichter Bewölkung ein sehr schönes Ambiente, um den Schülerinnen und Schülern einen „großen Bahnhof“ zu bereiten.

Im Flieger,  nicht im Bus

Die Familien und auch die jugendlichen Heimkehrer gingen allesamt davon aus, dass die Jungen und Mädchen irgendwann mit dem Bus vorfahren würden. Sie hatten nicht im Entferntesten daran gedacht, dass die Austauschorganisation sich ein ganz besonderes Spektakel hatte einfallen lassen: und so wurden die frisch gebackenen High School Absolventen vom Flughafen Düsseldorf nicht nach Telgte, sondern zum Flugplatz Hamm gebracht, wo bereits vier Maschinen samt Piloten auf die Gruppe warteten, um sie die letzten 15 Flugminuten bis nach Telgte zu bringen. Als die erste Maschine in Telgte landete und der Moderator des großen Events die knapp 250 Gäste aufforderte, Richtung Landebahn zu schauen und den ersten drei Schülern im Flugzeug zuzuwinken, hielten viele diese Bitte des Moderators für einen Scherz.

Erst als die Eltern, Geschwister und Mitschüler dann beim Taxiing genauer hinschauten und ihre Kinder, Enkel, Geschwister und Freunde erkannten, rief eine Besucherin aus voller Kehle „Ey, die sind da echt drin!“, woraufhin die große Schar der Besucher in lauten Applaus ausbrach und die Spannung auf den Höhepunkt zurückte. Nachdem alle vier Maschinen in kurzer Folge nacheinander gelandet waren, gingen die zehn Heimkehrer die wenigen Meter über den Platz zum Besucherbereich, der festlich mit den Fahnen der USA und Deutschlands geschmückt war. Der extra für die Heimkehrer ausgerollte rote Teppich war mit einem Spalier von amerikanischen Cheerleadern gesäumt, die ordentlich Stimmung machten, während die Schüler die letzten Meter zu ihren Familien zurücklegten. Am Ende des roten Teppichs warteten dann die Eltern, Geschwister und Großeltern, die mit Tränen in den Augen die Jugendlichen nach elf Monaten das erste mal wieder in die Arme nehmen konnten.

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Bei Sekt und frischen Erdbeeren, belegten Brötchen und Kaffee wurde dann noch ausgiebig gefeiert. Die mit dem selben Flieger angereisten amerikanischen Gastgeschwister zeigten sich von dem Empfang, der für sie und die Heimkehrer ausgerichtet wurde, begeistert. Insbesondere die 5 mal 7 Meter große amerikanische Flagge, die am Tower befestigt war, versetzte die amerikanischen Gäste in großes Staunen.

„Where in Germany do you get a flag that big“ fragte Catherine Calvo, die Gastschwester von Phillip Klimek aus Everswinkel. „You don’t,“ antwortete ihr der Geschäftsführer des CYE Germany, Armin Kanter. „You bring it back from the U.S.“. Bei der Begrüßungsansprache durch den Leiter des Austauschprogramms, Martin Schulz, erinnerte dieser auch an den 71. Jahrestag des D-Day, der Landung der Alliierten in der Normandie. „Viele der Amerikaner, die gekommen waren, um Europa vom Nationalsozialismus zu befreien und Frieden zu bringen, konnten nicht zu ihren Familien heimkehren“ erinnerte er an die Opfer, die viele amerikanische Familien vor 71 Jahren erbracht haben. Dankbarkeit für den Mut und die Entschlossenheit der Amerikaner, damals für Freiheit und Frieden einzutreten und Europa von der Dikatur des Bösen zu befreien, solle auch heute Ansporn zu einer Stärkung der transatlantischen Freundschaft und Partnerschaft sein, „auch wenn wir im Detail die ein oder andere Vorgehensweise unserer amerikanischen Partner schwer in Einklang mit unserer rechtstaatlichen Ordnung zu bringen vermögen.“

Nachdem die vier Piloten sich am Buffet gestärkt hatten und sich das bunte Treiben noch eine weile bei einer Tasse Kaffe angeschaut hatten, machten sie sich auf dem Rückweg nach Hamm, aber nicht ohne den vielen Helferinnen und Helfern von CYE ihren Respekt für die Organisation einer solch großen und schönen Veranstaltung auszusprechen. „Wir sind nächstes Jahr gern wieder dabei!“ rief der Pilot Wolfgang Jakobsen den Organisatoren zu, als er sich auf den Weg zu seinem Flugzeug machte. Nachdem dann die letzten Gäste nach etwa drei Stunden den Heimweg angetreten hatten, ließen die Heimkehrer und ihre Familien den Tag bei wunderbarem Wetter bei sich zu Hause ausklingen.

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In sieben Wochen werden sich 21 Schülerinnen und Schüler aus Münster und Umgebung nach zehnmonatiger Vorbereitung auf den Weg in ihr einjähriges High School Abenteuer begeben.  Weitere Informationen zum Schüleraustausch, sowie Fotos vom Begrüßungsempfang am Flugplatz Telgte finden Sie auf der CYE Webseite: www.cyegermany.com

(Autor: Martin Schulz)

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