Zehn Jahre Förderinseln an Grundschulen in Münster

Zehn Jahre Förderinseln an Grundschulen in Münster
Seit zehn Jahren mit dabei - Claudia Tönies unterstützt als Heilpädagogin die Kinder in der Förderinsel an der Ludgerusschule Hiltrup. Foto: Stadt Münster/Michael Möller.

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Jubiläum der „Förderinseln“ im August – 2011 etabliertes Angebot für Kinder in Schuleingangs-Phase

Münster (SMS). Im August 2011 wurden die ersten heilpädagogischen Förderinseln an Münsters Grundschulen etabliert. Heute, zehn Jahre später, gibt es gleich 30 von ihnen. Die Förderinseln sind ein kostenfreies Angebot der Jugendhilfe und richten sich insbesondere an Kinder in der Schuleingangsphase, die einen höheren Unterstützungsbedarf haben und zum Start in ihre Schul-Karriere individuell und in Kleingruppen ergänzend zum Angebot des (offenen) Ganztags gefördert werden.

Träger der Förderinseln sind der Caritasverband für die Stadt Münster e.V., die Beratungsstelle Südviertel e.V., Schule, Jugend, Kids und Co. e.V. sowie die Stadt Münster.

Aufgaben der Förderinseln

Zu den Aufgaben der Heilpädagoginnen und Heilpädagogen in den Förderinseln gehört es, die Kinder in ihrer Wahrnehmung, Motorik und Konzentration sowie in ihren emotionalen und sozialen Fähigkeiten zu stärken. „Die verlässliche und vertrauensvolle Beziehungsarbeit zwischen Kind und Heilpädagoginnen wie -pädagogen ermöglicht es dem Kind, sich in seinen eigenen Bedürfnissen und Fähigkeiten besser wahrzunehmen, um so seinen Platz in der Gruppe zu finden“, betont Claudia Tönies.

Sie selbst ist seit dem Start der Förderinsel an der Ludgerusschule Hiltrup 2011 als Heilpädagogin mit dabei und war in den letzten Jahren zahlreichen Kindern beim Start in die Grundschulzeit behilflich.

Eltern werden einbezogen

Mit der Förderung wird den Kindern eine möglichst unbelastete und erfolgreiche Teilhabe am regulären Schulbesuch ermöglicht. Im Regelfall nehmen acht bis zehn Kinder pro Schuljahr an dem Unterstützungsangebot teil. Die heilpädagogischen Fachkräfte beziehen auch die Eltern der Kinder in den Förderungsprozess aktiv mit ein. Gerade in den vergangenen Monaten erwies sich die heilpädagogische Arbeitsweise als besonders wirkungsvoll für jene Kinder, die sehr unter den Auswirkungen der Pandemie leiden und mehr Unterstützung in ihrer Entwicklung benötigen.

In „Bärenstark-Gruppen“ und „Lese-Oasen“ finden die Kinder immer ein offenes Ohr und werden in schwierigen Situationen begleitet. Die Förderinseln in Münster haben sich in den vergangenen zehn Jahren zu einem wichtigen Baustein entwickelt, um Kindern einen guten Start in der Grundschule zu ermöglichen.

Foto: Seit zehn Jahren mit dabei – Claudia Tönies unterstützt als Heilpädagogin die Kinder in der Förderinsel an der Ludgerusschule Hiltrup. Foto: Stadt Münster/Michael Möller.