Wolbecker Gymnasiasten besuchten Partnerschule in Nuneaton

Teilen heißt kümmern!

Ereignisreiche Tage liegen hinter den 18 Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Wolbeck, die gestern, am frühen Sonntagmorgen, mit zahlreichen Erinnerungen und vielen neuen Erfahrungen im Gepäck zurückkehrten von ihrem ersten Besuch bei der englischen Partnerschule in Nuneaton. Angefangen hatte die Schulpartnerschaft im Mai 2009. Damals verteilte der Englischlehrer Christoph Jürgens die Adressen von englischen Schüler/innen, die im Rahmen des Deutschunterrichtes Brieffreunde gesucht hatten. „Wir waren sehr glücklich darüber, eine englische Schule zu finden, an der Deutsch unterrichtet wird und bei der Interesse an einer Partnerschaft bestand“ sagt Christoph Jürgens. Nachdem bereits zahlreiche SMS und E-Mails ausgetauscht worden waren, und die Gruppe eine finanzielle Unterstützung von 900 Euro von der UK-German Connection in London bekommen hatte, machte sich die Gruppe am Mittwochmorgen in der Begleitung von Isabel Drouven und Christoph Jürgens auf den Weg nach England. Nach 14 Stunden Fahrt wurden die Wolbecker von ihren erwartungsfrohen Brieffreund/innen und deren Familien auf dem Parkplatz der Higham Lane School in Nuneaton herzlich willkommen geheißen.
Zwar ohne Schuluniform aber sehr neugierig begleiteten die deutschen Schülerinnen und Schüler ihre englischen Brieffreund/innen am nächsten Morgen in die Schule. Hannes Kohlhoff (14) zeigte sich sehr beeindruckt von der technischen Ausstattung in den Schulräumen. „In jeder Unterrichtsstunde wurde ein Beamer eingesetzt!“ Nach 3 abwechslungsreichen Stunden wurden die deutschen Gäste offiziell vom Schulleiter Mr Phil Kelly begrüßt und zu einem typischen englischen Imbiss mit Sandwichs eingeladen. Anschließend erkundeten die Wolbecker auf eigene Faust und ausgestattet mit vor der Fahrt erstellten Beobachtungsbögen die Innenstadt von Nuneaton. Danach kehrten sie zur Schule zurück und bewiesen ihr sportliches Können bei einem Rounders Tournament. „Rounders hat mich an Baseball und Brennball erinnert. Nur die Regeln sind etwas komplizierter, doch am Ende habe ich sie kapiert“ erklärt Jasmin Breul (14). Das Abendprogramm wurde sehr sorgsam durch die Gastfamilien gestaltet. Von Bowling und Pizzaessen bis hin zu einem Besuch in einer lokalen Jugendgruppe was alles dabei. „Es war toll anzusehen, wie gastfreundlich und engagiert die Engländer waren“ meint Christoph Jürgens. Doch das Highlight der Fahrt bildeten „Oblivion“, „Air“ und „Nemesis“. „Das sind die wohl coolsten Achterbahnen, die der Freizeitpark „Alton Towers“ zu bieten hat“ berichtet Julia Austermann (15). Immer wieder ließen sich die deutschen und englischen Jugendlichen durchschütteln und hatten dabei jede Menge Spaß zusammen.
Beim tränenreichen Abschied am Samstagmorgen stand nicht nur für Carolin Thöne (14) fest, dass die Fahrt viel zu schnell vorbei ging. „Beim nächsten Mal müssen wir wenigstens eine Woche fahren.“ Da ist es ein Glück, dass der Gegenbesuch der englischen Gruppe in Münster bereits für Dezember 2010 in der Planung ist.