Wolbeck
Das Achatius-Haus in Wolbeck: Altenpflege und Junge Pflege mitten im Ort
Der Verkehrsversuch Wolbeck
Geschichte Wolbecks
Natur in Wolbeck
Naherholung am Angelpfad in Wolbeck
Die Entwicklung des Angelpfads: Von der Idee zur Wolbecker Promenade
Der Angelpfad für Kinder
Waldgeschichte im Tiergarten Wolbeck: Wie aus einem Jagdrevier ein Naturraum wurde
Gastronomie in Münster-Wolbeck: Wo essen?
Tiergarten Wolbeck: Der komplette Guide für deinen Ausflug (Parken, Routen & Highlights)
Der Angelpfad in Wolbeck - ein Projekt des Bürgerforums Wolbeck
Themen in Wolbeck
Hier lesen Sie, was Menschen bislang und derzeit bezüglich Wolbeck interessiert:
In Münster-Wolbeck konzentrieren sich die Diskussionen in sozialen Netzwerken und lokalen Portalen (wie wolbeck-muenster.de oder den Kanälen der WN) aktuell auf Infrastrukturthemen, das soziale Miteinander und die bauliche Entwicklung des Stadtteils.
Hier sind die zentralen Themenbereiche:
- Verkehr und Baustellen-Management
Dies ist das dominierende Thema, das für spürbaren Unmut sorgt:
Dauerbaustellen: Besonders die Arbeiten an der Münsterstraße und der Telgter Straße bewegen die Menschen. Sperrungen und Einbahnstraßen-Regelungen führen zu erheblichen Verzögerungen im Berufsverkehr und belasten die Anwohner in den Umleitungsgebieten (z. B. Dirk-von-Merveldt-Straße).
Versorgungsinfrastruktur: Die Verlegung neuer Trinkwasser- und Stromleitungen – auch im Kontext der neuen JVA – wird zwar als notwendig akzeptiert, die lange Dauer und die damit verbundenen Einschränkungen für Radfahrer und Fußgänger stoßen jedoch auf Kritik.
Verkehrssicherheit: In den sozialen Medien wird regelmäßig über die Sicherheit auf Schulwegen und die Instandsetzung von Fahrbahnschwellen (z. B. Franz-von-Waldeck-Straße) debattiert.
2. Bauen und Stadtentwicklung
Großprojekt JVA: Die Anbindung der neuen Justizvollzugsanstalt an das Versorgungsnetz ist ein Dauerthema, da sie direkt die lokale Infrastruktur beansprucht.
Wohnraum und Gewerbe: Fragen zur Nachverdichtung im Ortskern und zum Erhalt des historischen Charakters von Wolbeck (Wigbold) tauchen immer wieder in Bürgeranfragen an die Bezirksvertretung Südost auf.
3. Soziales Miteinander und Vereine
Raumnot für Vereine: Ein wiederkehrendes Thema ist der Raumbedarf für das aktive Vereinswesen. So steht aktuell beispielsweise der AWO-Ortsverein vor einem Umzug, was in lokalen Blogs thematisiert wird.
Kulturangebot: Positiv hervorgehoben werden Initiativen wie die „KunstMeile SüdOst“ oder der „Kunstrasen“. Gleichzeitig gibt es Diskussionen über die finanzielle Absicherung solcher soziokulturellen Angebote.
Identität: Wolbeck pflegt eine starke Eigenidentität („Wolbeck ist nicht Münster“), was sich in hitzigen Debatten über städtische Zentralisierungstendenzen zeigt.
4. Umwelt und Freizeit
Naherholung: Der Zustand der Wanderwege rund um den Wolbecker Tiergarten und die Vereinbarkeit von Naturschutz und Freizeitnutzung sind regelmäßig Gegenstand von Postings.
Sauberkeit: Wie in vielen Vororten gibt es punktuell Beschwerden über wilde Müllkippen oder mangelnde Pflege öffentlicher Grünflächen.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Wolbecker sind sehr engagiert, wenn es um den Erhalt ihrer Lebensqualität geht. Während die Verkehrssituation die größte „Nervquelle“ darstellt, bildet das starke bürgerschaftliche Engagement (KulturVorOrt, Sportvereine) den positiven Gegenpol in der digitalen Kommunikation.
Wir freuen uns auf Ihre Nachricht an redaktion@wolbeck-muenster.de.
Ihr Andreas Hasenkamp
Statistik – Bevölkerung in Wolbeck
Strukturdaten der Bevölkerung in Wolbeck am 31. Dezember 2020:
Bevölkerungsanteil der unter 20-Jährigen: 21,1 % (Münsteraner Durchschnitt: 17,4 %)
Bevölkerungsanteil der mindestens 60-Jährigen: 30,1 % (Münsteraner Durchschnitt 23,5 %)
Ausländeranteil: 8,4 % (Münsteraner Durchschnitt: 10,9 %).
In Wolbeck leben derzeit etwa 10.300 Menschen.
Das Wappen von Wolbeck
Blasonierung: „In Silber (Weiß) über einem gewellten blauen Schildfuß ein grüner Baum mit zwei schwarzen Vögeln in den oberen Zweigen, begleitet von zwei kleinen grünen Bäumen.“
Das ursprüngliche Wolbecker Wappen aus dem 13. Jahrhundert zeigte drei Vögel auf einem Baum über einem Hügel. Das seit 1952 offizielle Wappen trägt nur noch zwei Vögel, der Hügel wurde durch einen Fluss ersetzt.
Das Wappen von Wolbeck zeigt zwei Vögel in den Ästen einer Eiche, darnter fließt ein Fluss.
Das Wappen von Wolbeck zeigt zwei Vögel in den Ästen einer Eiche, darunter fließt ein Fluss.
Kultur
Drostenhof in Wolbeck
Museen: Von 2 auf 1
Das Westpreußische Landesmuseum residierte von 1975 bis 2012 im Drostenhof in Wolbeck, einem der gut erhaltenen Herrenhäuser des Münsterlandes bzw. in dessen Haupthaus. Neben einer ständigen Ausstellung zu Geschichte, Kunst und Kultur Westpreußens präsentierte das Museum jedes Jahr mehrere Sonderausstellungen. Dem Besucher standen auch die Präsenzbibliothek, das Westpreußen-Archiv sowie das Fotoarchiv zur Verfügung.
Am 31. August 2012 schloss das Museum im Drostenhof die Türen. Ein zeitgemäßer Museumsbetrieb erschien hier nicht mehr möglich. Das WLM zog um und eröffnete Ende 2014 im ehemaligen Franziskanerkloster in Warendorf wieder.
Geblieben ist das ZiBoMo-Museum in der Neustraße, in dessen Räumen einst eine Volksschule war. Ein Teil des Raumes bietet auch Exponate zur Geschichte der Bruderschaften. So hat Wolbeck heute noch ein einziges Museum.
Musik & Konzerte
Wolbeck verfügt über eine Musikschule, die von einem eingetragenen Verein betrieben wird, dieMusikschule Wolbeck. Lehrkräfte und Schüler beteiligen sich an zahlreichen Events und Konzerten in Wolbeck und Münster.
Konzerte werden organisiert insbesondere von der Kirchengemeinde St. Nikolaus im Rahmen der Kirchenmusik und kirchenmusikalischer Andachten sowie mit größerer Breite vom Verein KulturVorOrt Wolbeck e.V.
Bauwerke
Der Drostenhof in Wolbeck ist ein Baudenkmal aus der fürstbischöflichen Zeit. Er wurde im Jahre 1535 vom bischöflichen Amtmann Dirk von Merveldt gebaut, der wesentlich an der Vertreibung der Täufer aus Münster teilgenommen hatte. Der Drostenhof ist Eigentum der Familie Graf von Merveldt, die über Generationen das Amt des Drosten zu Wolbeck führte und schon seit 1389 eine sehr enge Verbindung mit Wolbeck hatte. Der Drostenhof prägt noch heute das Ortsbild. Ein Teil des Drostenhofes war bis August 2012 als Westpreußisches Landesmuseum der Öffentlichkeit zugänglich.
Die Pfarrkirche St. Nikolaus ist eine frühgotische Hallenkirche, die im 13. Jahrhundert errichtet wurde. Der Turm ist im unteren Teil romanisch; er wurde im 17. Jahrhundert im Barockstil aufgestockt und erhielt eine geschwungene Haube.
Sport
Der Sportverein TV Wolbeck bietet Volleyball, Judo, Leichtathletik, Basketball, Trampolinturnen und Fitnesstrainings an. Außerdem gibt es mit dem TC 66 Wolbeck einen Tennisverein sowie den Fußballverein VfL Wolbeck.
Veranstaltungen und Freizeitangebote
Einmal im Jahr findet in Wolbeck der Ziegenbocksmontag (ZiBoMo) statt bzw. die drei tollen Tage des Karnevals. Beim Ziegenbocksmontag handelt sich um eine Karnevalsveranstaltung jeweils am Montag vor Rosenmontag, die auch Gäste aus dem Umland anzieht. Dabei führt ein Ziegenbock – er kommt seit Jahren aus Telgte – einer Freundin des Karnevalsvereins den Zug des Straßenkarnevals durch Wolbecks Ortskern an. Dazu gibt es einen Kinder-Umzug mit Schülern der beiden Grundschulen des Ortsteils. Auf Wolbecks Marktplatz wurde 1959 zu Ehren des regionalen Festes ein bronzener Ziegenbock aufgestellt.
Angebote für Kinder und Jugendliche
Für Kinder und Jugendliche gibt es in Wolbeck regelmäßige Freizeitangebote durch die Kirchengemeinden und durch einen Pfadfinderstamm der DPSG (Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg). Das Jugendzentrum Bahnhof Wolbeck an der Bahnstrecke Münster–Warstein bietet im ehemals durch die Westfälische Landes-Eisenbahn genutzten Bahnhof weitere Freizeitbeschäftigungen an. Das Programm richtet sich an Kinder, die Räume werden jedoch auch zum Beispiel für Ü40-Parties oder Feiern genutzt.
Spaziergang im Grünen: Der Wolbecker „Tiergarten“
Das am südöstlichen Ortsrand liegende Naturschutzgebiet Wolbecker Tiergarten ist 288 Hektar groß, mit dem Status eines FFH-Gebietes versehen und ein gern genutztes Naherholungsgebiet. Dank der Förderung aus LIFE-Mitteln geleiten inzwischen zahlreiche Hinweistafeln und Informationsmaterialien den Besucher durch dieses Waldgebiet des Wolbecker Tiergartens.
Wirtschaft und Infrastruktur
Das Wirtschaftsleben in Wolbeck ist überwiegend geprägt durch Handel, Landwirtschaft und Handwerk. Das Gartenbauzentrum Münster-Wolbeck der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen bietet Fortbildungen für Gärtner und Garten- und Landschaftsbauer an und beheimatet die gartenbauliche Beratung, ein überbetriebliches Ausbildungszentrum mit mehr als 2.000 Kursteilnehmern pro Jahr sowie eine Versuchsanstalt und früher auch ein Hotel.
Wolbeck ist auch heute noch (Stand: Januar 2023) der Erscheinungsort der Zweimonatszeitung „Der Westpreuße – Unser Danzig“.
Verkehr
Wolbeck liegt an der Bahnstrecke Münster–Warstein der Westfälischen Landes-Eisenbahn (WLE). Der Personenverkehr wurde 1975 eingestellt, seitdem fahren hier nur noch wenige Güterzüge. Zukunftsplanungen gehen von einer möglichen Teilreaktivierung des Personenverkehrs (Münster–Sendenhorst) in Form eines stadtbahnähnlichen Betriebs bis 2023 aus. Die Planung hierzu ist inzwischen europaweit ausgeschrieben.
Der Ortskern ist stark vom motorisierten Individualverkehr belastet. 2023 soll ein Test mit einer Fahrbahnverengung anlaufen.
Öffentliche Einrichtungen
Neben der katholischen Kirche St. Nikolaus mit historischen Kunstschätzen gibt es in Wolbeck die evangelische Christuskirche von 1965. Dem Bau des Architekten Heinrich Otto Vogel liegt die Vision der Himmlischen Stadt Jerusalem aus der Offenbarung des Johannes zugrunde.
Daneben sind in Wolbeck die Freiwillige Feuerwehr und weitere Vereine wie der Heimatverein Wolbeck oder das Bürgerforum Wolbeck aktiv.
Bildung & Schulen in Wolbeck
Wolbeck verfügt über die Grundschule Nikolaischule und die Grundschule Nord sowie über eine Hauptschule, eine Realschule und das Gymnasium Wolbeck im seit 1969 errichteten Schulzentrum an der Von-Holte-Straße. Das Gebäude besaß im Originalzustand eine Fassade aus unbehandelten Stahlplatten, was dazu führte, dass die Schule den Spitznamen Rostlaube bekam,
Persönlichkeiten aus und in Wolbeck
Illa Andreae (1902–1992), Schriftstellerin
Godfried Bueren (1771 in Wolbeck –1845 Papenburg), Sohn eines Bäckers und Bauern, Jura-Studium, zunächst Gerichtshalter in Münster, Patrimonialrichter, Reeder, Dichter
Norbert Johannimloh (1930–2022), Schriftsteller sowie Gymnasial- und Hochschullehrer, wohnte in Wolbeck (Lesebuch Norbert Johannimloh (Nylands Kleine Westfälische Bibliothek) von Norbert Johannimloh, Elmar Schilling, et al., 2019; Regenbogen über der Appelbaumchaussee: Erzählungen und Gedichte)
Everwin von Droste zu Möllenbeck (1592–1661), Gutsbesitzer und Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft
Gisa Pauly (* 1947), Schriftstellerin, wohnt in Wolbeck, Autorin der Sylt-Krimis
Phil Hanro (* 1982), Musikproduzent, wohnt in Wolbeck
Henning Wehland, Singer-Songwriter (H-Blockx)
Jan Löchel, Singer-Songwriter, gebürtiger Hiltruper, wohnt in Wolbeck, wo er sich auch in der Nikolai-Grundschule engagiert hat