Wohnungslose brauchen aufmerksame Mitmenschen

Teilen heißt kümmern!

Münster. Der "Mobile Dienst" für wohnungslose Menschen bewährt sich und ist gerade in der kalten Jahreszeit gefragt. Er besteht aus einer Krankenschwester und zwei Medizinern, die gemeinsam für eine bessere gesundheitliche Versorgung von Wohnungslosen sorgen. Dieses Team kommt nicht nur in die Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe. Es ist überall da aktiv, wo Wohnungslose übernachten, und betreut diese oftmals gesundheitlich erheblich beeinträchtigten Menschen.

"Mobiler Dienst"

Der "Mobile Dienst" besteht seit gut einem Jahr. Gemeinsame Träger sind die Stadt, die Bischof-Hermann-Stiftung und die Kassenärztliche Vereinigung. Binnen Jahresfrist erreichte seine medizinische Hilfe 260 Personen zwischen 14 und 89 Jahren. Ein wesentliches Ziel der aufsuchenden Arbeit ist es auch, die Patienten an die medizinische Regelversorgung durch niedergelassene Ärzte heranzuführen und anzubinden.

… auf notleidende Menschen aufmerksam machen

"Wir bekommen immer wieder Hinweise von Bürgern, die uns auf notleidende Menschen aufmerksam machen, die an unterschiedlichsten Stellen in der Stadt ein Nachtquartier haben. Diese Meldungen sind für uns sehr wichtig. Jetzt in der kalten Jahreszeit werden wir allen Hinweisen ganz kurzfristig nachgehen", so Bernd Mülbrecht, der Leiter des Hauses der Wohnungslosenhilfe an der Bahnhofstraße 62.

In Münster muss niemand im Freien schlafen

In Münster muss niemand im Freien schlafen. Wer überzeugt oder überredet werden kann, den Schlafplatz in der Kälte gegen ein Bett unterm Dach zu tauschen, der wird auch untergebracht. "Es kann mitunter knapp werden, aber irgendwie geht es immer", so Herbert Berkemeier, Fachstellenleiter für die Wohnungslosenhilfe im Sozialamt. "Durch regelmäßigen Austausch mit den Partnern im Hilfesystem stellen wir sicher, dass tatsächlich kein wohnungsloser Mensch in Münster, egal ob Mann oder Frau, draußen leben muss, zumal bei diesen winterlichen Temperaturen."

Der Mobile Dienst und das Haus der Wohnungslosenhilfe nehmen Hinweise unter Tel. 48 45 20 entgegen. Die aufsuchende Arbeit für wohnungslose Frauen des Sozialdienstes Katholischer Frauen ist unter Tel. 89 93 60 zu erreichen.

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