Welten in Öl, Sand und Rost

Welten in Öl, Sand und Rost 1

Zuletzt aktualisiert 25. April 2016..

Münster-Hiltrup. 15 Gemälde sind seit dem Freitag im Café Klostermann an der Marktallee zu sehen. Was sie verbindet? Alle sind mit Öl auf Leinwand gemalt – wobei einige individuelle Materialen hinzukommen. Und alle stammen von Mal-Schülerinnen der freischaffenden Künstlerin Gisela Tinnermann aus Wolbeck. Was dort an Technik besprochen wurde, an Themen wie Licht und Schatten oder Farb-Kompositionen, ist im Café in ausgewählten Bildern zu sehen, abstrakten wie gegenständlichen.

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Gisela Tinnermann vor zweien der Ölgemälde im Café Klostermann in Münster-Hiltrup. Foto: A. Hasenkamp, Fotograf in Münster.

Ein Bild konnte jede auswählen. Dass die Wände des Cafés nicht im Standard-Weiß gestrichen sind, sondern in dezenten und in kräftigen Farben, kommt der Bild-Wirkung zu gute. Abstrakt ist das betont dunkle Gemälde von Annette Gaida – um so markanter sind seine helleren, farbigen Partien. Sie habe sich vom Foto einer Bachstelze inspirieren lassen, den Farben ihres Gefieders und dem von Wasser und Grün. Aber nur die Farben sind geblieben. Das Rostrote stammt vom Rost einer alten Lampe und trägt zum Plastischen des Werkes bei wie Sand bei anderen. Dass die Werke in Öl gemalt sind, hat einen guten Grund: So lassen sie sich länger gestalten und weiterentwickeln. Häufig sei sie sehr gespannt, sagte Tinnermann zur Eröffnung, wohin sich ein Bild entwickle. Für sie ist die Ausstellung „mein persönlicher Dank an die Malerinnen und Maler, die schon viele Jahre bei mir malen“. „Ein Bild bekommt einen anderen Stellenwert, wenn es den privaten Raum verlässt und sich im Vergleich mit anderen Bildern öffentlich zeigt.“
Mit  Werken beteiligt sind Monika und Nikolaus Berens, Annette Gaida, Stefanie Gröger, Bärbel Johnen, Adelheid Kaehler, Christa Kohaus, Sybille Mensing, Liane Neumann, Inge Rentmeister, Uschi Pulkowski, Monika Sedlacek, Barbara Tetzlaff und Sylvia Vetter.

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