Weihnachtsmarktallee in Hiltrup 2021: angenehmes Miteinander und Vielfalt

Weihnachtsmarktallee in Hiltrup 2021: angenehmes Miteinander und Vielfalt
Impressionen von der Weihnachtsmarktallee in Münster-Hiltrup. Foto: anh.

Münster-Hiltrup. Gut besucht, nicht überfüllt, mit nicht nur kommerziellem Angebot: so präsentierte sich die Weihnachtsmarktallee am Samstag.

Weihnachtsbaum schnell reich geschmückt

Bald soll der acht Meter hohe Weihnachtsbaum mit den Reaktionen vieler Kinder geschmückt werden, Lichterketten trägt er schon, der Umsteiger steht bereit, auch eine Leiter. Das Team mit ­ Stadtteilmanagerin Daniela Ulbrich, Stephan Beermann, Florian Tente und Daniel Behrens stellt die Geschenke für die Kinder bereit, kümmert sich um eine Absperrung mit „Eingang“ und „Ausgang“. Eine ganze Reihe Kinder mit Eltern sind schon in der Nähe. Als es losgeht ist es eine große Schar. Oliver Ahlers begrüßt, als er auf die Sinnhaftigkeit einer Maske hinweist, stellt er mit einem Blick fest: Fast alle tragen bereits einer Maske. Die Aktion kann starten, schnell füllt sich der Baum erst unten, dann immer weiter oben. „Wir hatten noch mehr Nachfrage“, sagt Ulbrich zum Interesse von Kinder-Seite. „Ganz tolle Aktion für Kinder und Eltern“, das sagte auch Bezirksbürgermeister Wilfried Stein, „sie schon vor dem ersten Advent schon mal glücklich zu machen.“ Auch Eltern bedankten sich bei den Machern.

Brassband sorgt auf eigene Art für adventliche Musik

Eine Konkurrenz als Blickfang bekommt das von den Kindern gestaltete Schmuckstück erst, als die achtköpfige Brassband aus Harsewinkel die ansprechend variierten adventlichen Lieder anstimmt, mit Tuba, Schlagzeug und Bläsern. Die Band war an verschiedenen Standorten zu hören, war dazwischen fröhlich entlang der Marktallee unterwegs. Eine Begleiterin freute sich kurz vor ihrem abschließenden Auftritt über die Resonanz. Einige hätten getanzt, manche seien zu verschiedenen Standorten mitgezogen. Rote Teppich, einige Sitzgelegenheiten, Laternen, in der Dunkelheit dann Fackeln luden ein.

Der Vorteil gegenüber Weihnachtsmärkten war greifbar: Die Menschen verteilten sich ganz von allein. Eine Angelmodderin, die in Münsters Innenstadt wegen der Menschenmengen einen Umweg gelaufen war, hatte entspannt noch Anziehsachen in Hiltrup eingekauft. Dass Ess- und Trinkbares nicht am Stand verzehrt werden soll, das beherzigten die allermeisten.

Platz war auch für von Vereinen oder privaten Gestellte Angebote. Der Voltigierverein Emmerbach aus Amelsbüren buk bei Droppelmann gegenüber einem Getränke-Stand fleißig Waffeln, die gern auch im 8er-Pack bestellt wurden, bot auch selbstgestaltete Engel. Inga Strohte war guter Dinge. Ihr Verein füllte die von der Pandemie belastete Kasse des Vereins. Der Standort sei für viele Start und Ende des Besuchs der Weihnachtsmarktallee gewesen. Früher seien mehr zu diesem Event gekommen, „aber für Corona ist es o.k.“ Und: „Die Stimmung ist super, alle haben gute Laune“.

Die hatten auch die Vertreterinnen der Q2 des Kardinal-von-Galen-Gymnasiums. Die Abiturientia 2022 in spe bot Selbstgebackenes für die Abi-Kasse, von Vanille-Kipferln bis „Engelsaugen“. Gegen 18 Uhr lagen nur noch zwei Tütchen auf dem Tisch, die Stimmung von Sophie Gonschorek, Merle Bücker, Emilia Heinz und Francis Imhäuser war entsprechend gut. Zumal sich auch der Spenden-Topf beachtlich gefüllt hatte. Viele Passanten hätten Mitgefühl für die Belastungen der Schüler in der Pandemie ausgedrückt und gespendet.

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