Vorweihnachtszeit: Tausende Kontrollen und viele Einsatzstunden

Vorweihnachtszeit: Tausende Kontrollen und viele Einsatzstunden
Der Kommunale Ordnungsdienst hat in der Vorweihnachtszeit auf den münsterschen Weihnachtsmärkten bei knapp 30.000 Personen und Betrieben den 2G-Status kontrolliert. Foto: Stadt Münster.

Ordnungsamt zieht Bilanz/Vier Wochen Kontrollschwerpunkt Weihnachtsmärkte

Münster (SMS). Mit wirksamen Schutzmaßnahmen und einer gemeinsam wahrgenommenen Verantwortung aller Beteiligten konnte die Sicherheit der Menschen auf den zurückliegenden Weihnachtsmärkten und im Einkaufstrubel der Innenstadt jederzeit gewährleistet werden. Dieses positive Fazit der Vorweihnachtszeit zieht die Stadt Münster als zuständige Ordnungsbehörde.

„Bei entsprechenden Rahmenbedingungen und mit verantwortlich denkenden Menschen, die mitziehen, ist auch in der Pandemie Einiges möglich. Durch das gute Zusammenwirken aller Kräfte ist es zu keinem nennenswerten Schadensfall gekommen, das Virus fand hier kein gastfreundliches Betätigungsfeld“, zieht Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer ein klares Fazit.

Dabei wurde viel Arbeit in die Voraussetzungen des Erfolges investiert. So hat der Kommunale Ordnungsdienst in der Vorweihnachtszeit auf den münsterschen Weihnachtsmärkten bei knapp 30.000 Personen und Betrieben den 2G-Status kontrolliert. Mit Unterstützung der Verkehrsüberwachung waren die Ordnungshüter in der Vorweihnachtszeit auf den Märkten insgesamt 4.608 Stunden im Einsatz. Dazu kamen Kontrollen der Betreiber an den Ständen. Auch die Polizei machte Stichproben.

Norbert Vechtel, Leiter des Ordnungsamtes der Stadt zieht eine positive Bilanz des intensiven Einsatzes in der Vorweihnachtszeit: „Insgesamt hielten die Besucher und Besucherinnen mit großer Mehrheit die Corona-Regeln ein“, sagt Vechtel. Bei Verstößen verhängte die Stadt empfindliche Geldbußen bis zu 250 Euro. „Es erfolgten auch Platzverweise“, so Vechtel.

Weihnachtsmärkte: Flächen ausgeweitet, Stände neu verteilt

Damit die Weihnachtsmärkte in diesem Jahr stattfinden konnten, bedurfte es nicht nur wie an den Jahren zuvor eines abgestimmten Konzeptes zum Straßenverkehr und zur Gefahrenabwehr. Dazu kamen die Anforderungen an das Ordnungsamt wegen der Corona-Pandemie. Ziel des Konzeptes war es, dass die Weihnachtsmärkte sicher durchgeführt und nicht abgebrochen werden sollten. Dazu waren in diesem Jahr Abstimmungen auf vielen Ebenen notwendig, berichtet Ordnungsamtsleiter Vechtel. „Die Unsicherheiten wegen der weiterhin angespannten Corona-Lage stellten sowohl die Veranstalter als auch die Stadt vor größte Herausforderungen und erforderten ständige Anpassungen“, sagt Vechtel.

Coronabedingt sind Flächen der Märkte, etwa auf der Stubengasse oder vor der Überwasserkirche, ausgeweitet worden, um die Abstände von Ständen zu vergrößern. Verzehr- und Kunstgewerbestände sind neu verteilt worden, um insbesondere vor den Verzehrständen mehr Freiflächen zu schaffen, damit die Mindestabstände eingehalten werden konnten.

Verkehrsregelung und Sicherheitspoller

Zur Lenkung des Besucherverkehrs trugen zusätzliche Verkehrshelfer, die Umleitung des Busverkehrs und die Sperrstellen in der Innenstadt bei. „Die neuen Sperrstellen am Michaelis- und Domplatz, am Überwasserkirchplatz sowie die Absperrpoller auf der Rothenburg und am Aegidiimarkt haben sich im Einsatz besonders bewährt“, sagt Norbert Vechtel. Die Poller stehen ganzjährig zur Verfügung und können auch andere öffentliche Veranstaltungen schützen. Zur Gefahrenabwehr baute das Technische Hilfswerk zudem an einigen Sperrstellen im Auftrag der Stadt Wassertanks (Indutainer) auf.

„Damit stand der Eröffnung der münsterschen Weihnachtsmärkte am 22.11. nichts mehr entgegen“, sagt Vechtel. Mit der offiziellen Einweihung der großen Tanne auf dem Lambertikirchplatz durch Oberbürgermeister Markus Lewe ging es los.

Kontrollen in Münster verstärkt und höhere Schutzmaßnahmen

Viele Städte hatten ihre Weihnachtsmärkte bereits im Vorhinein abgesagt und andere zogen im Verlauf nach. „Vor allem die Schließung des Weihnachtsmarktes in Osnabrück rückte auch Überlegungen zur Schließung der Weihnachtsmärkte in Münster in den Fokus“, berichtet Vechtel. Doch aufgrund der verhältnismäßig guten Coronalage in Münster, der niedrigeren Besucherfrequenz der Weihnachtsmärkte und der guten Umsetzung und Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen konnten in Münster die Weihnachtsmärkte fortgesetzt werden.

Damit das möglich wurde, verstärkte das Ordnungsamt die Kontrollen und verschärfte die Präventionsmaßnahmen. So führte die Stadt zusätzlich zur 2G-Regel eine Maskenpflicht auf den Weihnachtsmärkten und an stark frequentierten Bereichen der Innenstadt ein.

Auch die Situation im Handel in den zurückliegenden Wochen wird von Seiten der Stadt als durchweg verantwortlich und gut organisiert bewertet. Auch hier habe es keinen relevanten Coronastörungen gegeben, die Menschen hätten sich in den Geschäften sicher bewegt. Hier wie auch auf den Weihnachtsmärkten sei ein überaus großes Verständnis für Maßnahmen und Kontrollen spürbar gewesen.