Vorlesewettbewerb in der Stadtbücherei Münster: Paulinum und Schiller siegen Schwerer Weg zum Regionalentscheid für Jury

Vorlesewettbewerb in der Stadtbücherei Münster: Paulinum und Schiller siegen Schwerer Weg zum Regionalentscheid für Jury
Hatten der Jury den Entscheid schwergemacht: Sechstklässler aus Münster beim Regionalentscheid des Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels in der Stadtbücherei Münster. Foto: A. Hasenkamp.

Münster. “Sie roch nach 1000 Tagen, alle übereinandergeschichtet“, hieß es beim Vorlesewettbewerb in der Stadtbücherei Münster im letzten der vorgelesenen Texte. 21 Schüler aus Schulen der Stadt Münster, Realschulen, Gymnasien und Sekundarschulen nahmen teil; der Lesesaal war am Donnerstag voll.
Für Münster organisiert hatten den Regionalentscheid im Vorlese-Wettbewerb des Deutschen Buchhandels die Stadtbücherei und die Buchhandlung „Schatzinsel“ mit Peter Seiler.
Die Jury hatte schwer zu Ringen beim Bewerten der sehr unterschiedlichen Arten des Vortrags. Für den zweiten Durchgang der Jury bat Seiler das Publikum um zehn Minuten Geduld – es wurde etwas länger. Hoch über den Köpfen der 90 Gäste und Vorleser brüteten Eva Lutterbei von der Buchhandlung Schatzinsel, Cathy Ionescu, Kinderbuch-Illustratorin, Stefan Krümpel-Naszay, Schauspieler, sowie die beiden Siegerinnen des Vorjahres, Leonarda Cappiello und Ella Hülsmann, über ihren Notizen und Anne Büchter von der Stadtbücherei Münster moderierte und notierte.

Jury des Vorlesewettbewerbs muss ringen

„Nummer fünf war echt am besten“ schwirrt in der Jury-Runde über den Tisch; „Nummer zwölf war sehr schauspielerisch …“ trifft auf eine andere Wertung: „ich fand es sehr lebendig“. Ein Juror hat die 21 als Favorit: „keine Künstlichkeit in der Sprache, ruhig“. „Ich mochte die Stimme – und sie klang fast wie beim geübten Text.“ „Ich fand die wörtliche Rede sehr schön.“ Dagegen war Nummer 22 „monoton, ein gleichbleibender Singsang.“ „Die Stimmung hat sie gut rübergebracht.“ „Ich hätte gern noch mal die 22 mit Fremdtext gehört“. Aber es war auch anstrengend: „… man war mit der Konzentration am Ende.“ Nun muss die Jury entscheiden: „Ach Gott, ist das schwierig.“
Die ersten Plätze des Regionalentscheids in Münster belegten Marlene Arnold vom Gymnasium Paulinum und Fynn Milan Schneider vom Schiller-Gymnasium für ihre Leistung beim Vorlesewettbewerb.

Sieger repräsentieren Münster im Bezirks-Entscheid des Vorlesewettbewerbs

Bei 21 Teilnehmern kann nicht jeder den ersten Platz gewinnen. Trotzdem war Mathes Frank etwas unglücklich. Den Schulentscheid am Gymnasium Wolbeck hatte der Sechstklässler nach dem vorlesen vor der gesamten Stufe, etwa 125 Schüler, gewonnen. In der Stadtbücherei, vermutete er, er habe „vielleicht zu schnell gelesen“. Wie alle Teilnehmer konnte er ein Buch mit nach Hause nehmen – die Sieger zwei.
Den beiden Siegern des Vorlesewettbewerbs in Münster drückt Seiler die Daumen, sie seien jetzt „Vertreter der Stadt Münster“. Weiter geht es im Bezirkswettbewerb. Im Vorjahr hatte Münster auf NRW-Ebene gewonnen. „Wir fänden auch einen Bundessieger aus Münster toll“.

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