Von Caritas, Eros und der Liebe

Münster. „Zwischen Caritas und Eros – die Liebe“, so lautet das Motto der Ausstellung in St. Erpho, die am Sonntag beginnt und bis Mitte April zu sehen ist. Ein Zeichen, „dass Kirche auch Sperriges zulässt“, so Heike Hänscheid vom Vorbereitungsteam.

In alle Richtungen schauen und horchen

In jede Ecke kann der Besucher dann schauen, in die Höhe und auf den Boden und durch ein Schlüsselloch, auch die Ohren zu spitzen lohnt sich. Da ist ein Raum zum „Liebeswald“ geworden, dort hängt ein Bild, das beim Näherkommen unklarer wird.
Einfach treffende Fotos und aufwändige Fotomontagen, Kleines und Großformatiges in Öl auf Leinwand, eigens für die Ausstellung gefertigt, Doppelschichtiges mit Häkelei für den zweiten Blick – und alles dreht sich um die Beziehungen zwischen Menschen, die Zuwendung zum Hilfsbedürftigen, auch das Erotische. Ein Pflegebett hat das Caritas-Team aufgestellt – wider die Ökonomisierung der Pflege. Eine weitere Installation fragt, ob Zuwendung Technik weicht. Drei Schafe, drei Aspekte von  Liebe: Eros, Mythos und Agape.
Etwa 120 Exponate sind es – mit Stand von Dienstag, Ortrud Harhues hat noch nicht weder durchgezählt. Die Ausstellungen, diese ist bereits die sechste, haben sich auch in Künstlerkreisen herumgesprochen: es sind Exponate auch aus der Eifel und Frankfurt dabei, auch welche von Hermann J. Kassel und Hubert Teschlade. Über 40 Künstler beteiligen sich.

Starke Beteiligun von Künstlern und Gemeinde

Wieder machen etliche Menschen aus der Gemeinde und ihrer Umgebung mit. So entpuppte der Briefträger sich als gelernter Bildhauer,erzählte Ludger Harhues. Über 20 Mitglieder der Gemeinde der Gemeinde Hl. Edith Stein folgten dem Aufruf Exponate zum Thema Liebe beizusteuern, ob Briefe oder Fotos. Die starke Beteiligung der Gemeinde zeigt sich auch im Begleitdienst: Je zwei werden täglich  zwischen 15 und 17 Uhr dafür sorgen, dass die Kirche offen ist und sind als Ansprechpartner da. „Kristallisationspunkt“, so Ortrud Harhues, war die KAB, die es ohne die weiteren Gemeindemitglieder nicht hätte stemmen können. Zum Vorbereitungsteam gehören Pfarrer Hubertus Krampe für die theologische und Andrea Lutterbüse für die künstlerische Leitung, Ortrud Harhues für die Organisation, Achim Brun, Andreas Goedereis, Heike Hänscheid und Ludger Harhues für Finanzen sowie Andrea Koopmann, Martina Sauerland und Julia Schacht. Die Ausstellung wird noch wachsen – etwa im Mittelgang, wo jeden Tag mehr Fotos auf dem Fußboden sein werden, bis ein Wort gebildet ist.

Rahmenprogramm mit Kino und Gespräch

Zum Rahmenprogramm gehören „Kino in der Kirche“ und ein Gesprächsabend, es gibt offene Führungen und eine Lesung mit Musik. Gruuppenführungen sind auch nach Verabredung möglich – die Floristen einer Berufsschule haben sich schon angemeldet, ebenso KAB-Gruppen aus dem Münsterland (Pfarrbüro 0251 35832). Zur Eröffnung am  26. Februar um 15 Uhr spricht Pfarrer Thomas Frings, Leiter der Kunstkommission des Bistums Münster. Die Kosten für Werbung und Galerieleisten könnten dank Sponsoren getragen werden. Wieder wird es einen Katalog geben, der für zehn Euro zu erwerben ist und zur Kostendeckung beiträgt. Pfarrer Krampe hat eine theologische Einführung verfasst: „Ein leidenschaftlicher Gott – leidenschaftliche Menschen“.

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