Viel Neues beim Schautag in Wolbeck

Teilen heißt kümmern!

Jürgen Bartsch, Heide Bergs, Ulla HahneMünster-Wolbeck. Das gibt es sonst nicht zu sehen: Ulla Hahne und Heide Bergs hatten einen Edelstein-Händler aus Oelde zu Gast. Der konnte im Geschäft „Gold und Silber“ der beiden Initiatorinnen des Schautages am Samstag und Sonntag zeigen, was er selbst etwa in Brasilien eingekauft hatte. Mit Mann und Sohn war Erika Loch-Hördemann gekommen, eine Stammkundin aus Hohenlimburg gekommen. Und sie wollte dann auch weitere Läden erkunden.

Auf zusätzliche Attraktionen setzte auch Heike Schapmann bei Dekoflair. Auch die weniger zentrale Lage war gut frequentiert. Die männlichen Besucher konnten gleich bei Karl-Heinz Schapmanns Modell-Dampfmaschinen hängenbleiben. In den Kellerräumen eröffnete sie ihre Advents-Kollektion. Mit im Boot war Stephanie Borghoff mit einer kostenlosen Hand-Massage: Sie hat ihr Kosmetik-Institut „Körp(er)leben“ in der Bermestraße – da bot der Schautag die Chance, huckepack näher in das Zentrum Wolbecks zu rücken. Angelika Schäfer-Pissarsky lockte in der Neustraße mit Unerwartetem: Neben Zeitschriften und Tabak gibt es hochwertigen Fruchtaufstrich, etwa mit Orange und Tequila, Nudelspezialitäten mit Knoblauch und Chili sowie feines Hochprozentiges aus deutschen Landen. Das will sie auch auf dem Weihnachtsmarkt des Gewerbevereins anbieten.
Eine ganze Reihe Geschäfte war zum ersten Mal dabei, auch einige länger existierende. So die Reiseagentur wolbeck, Lutterbeck & Weber Versicherungen, Elektro-Technik Thumann, Georg Brinkmann und die Sparkasse Münsterland-Ost mit ihrer Immobilien-Beratung für das Baugebiet Wolbeck-Nord. Neugründer ebenso, etwa „Ulli B.“ mit Damenmoden und Modenschau, „Kunst und Kreativ“ und Optik Joswig. Nimmt man die Gastanbieter hinzu, die einige Geschäftsleute aufboten, kommt man gar auf 18 Angebote in 16 Wolbecker Läden. Das war eine Verdoppelung, betonte  Wessing, der mit der Aktion sehr zufrieden war. Bergs fand das gewachsene Angebot „schon stattlich“. Die Resonanz sei „sehr gut“ gewesen, sagte sie am Montag.

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Wenn es das Ziel war, auch anderes Publikum in anderen Rahmenbedingungen zu erreichen, so darf das Ziel der Aktion mit ihrem Motto „Schöne Dinge für die Sinne“ als erreicht gelten. In der Goldschmiede von Jürgen Wessing nutzte ein Hochzeitspaar die Chance, jenseits der Werktagsunruhe gemeinsam etwas auszusuchen. Wessing bot eine eigene Kollektion. „Fasst Du das selbst ein?“, die Frage von Jürgen Koblitz hörte Goldschmied Wessing gern.Nicht nur Monika Kockentiedt vom Schuhhaus Perdun konstatierte, das mehr Familien gemeinsam unterwegs waren. Deutlich mehr Männer als an Werktagen wurden am Sonntag gesichtet. Am Samstag seien viele Leute aus Telgte und Hiltrup gekommen, so Kockentiedt, am Sonntag seien eher die Wolbecker unterwegs. Vor diesem Hintergrund drängten beim Schautag auch mehrere Geschäftsleute, den Weg für mehr verkaufsoffene Sonntage freizumachen. Da sei man doch in Osnabrück besser dran, auch in Paderborn, ebenso im Kreis Warendorf. Vor Jahren seien mehr Besucher dagewesen, tauschten sich Wolbecker Bummler in einem Laden aus, auch wenn der Besuch nicht schlecht sei. In den kleinen Handwerksbetrieben muss sich der Andrang ohnehin verteilen, wenn das Besondere, das persönliche Gespräch, seine Chance haben soll. Dass man den Bekanntheitsgrad solch einer Gelegenheit mit etwas Ausdauer aufbauen müsse, das meinte neben Jürgen Wessing auch Eva Joswig. Sie war mit ihrer Optikeria am Marktplatz zum ersten Mal dabei. Mit dem Standort und seinen günstigen Parkgelegenheiten war sie zufrieden und erwartete am frühen Nachmittag Interessierte mit selbstgebackenem Kuchen. Sie konnte auch Menschen begrüßen, die „in der Stadt nichts Passendes gefunden“ hatten.